Stromausfall

Seit Weihnachten Stromausfall in Lankwitzer Lüdeckestraße

Etwa 300 Mieter werden über ein Notstromaggregat versorgt. Die Berliner Energieagentur arbeitet an der Beseitigung des Schadens.

Seit Weihnachten haben die Mieter in Lankwitz keinen Strom (Symbolbild)

Seit Weihnachten haben die Mieter in Lankwitz keinen Strom (Symbolbild)

Foto: Marcus Brandt / dpa

Den ersten Stromausfall in der Lankwitzer Lüdeckestraße gab es am ersten Weihnachtsfeiertag 2019. Zwischenzeitlich gingen die Häuser kurz wieder ans Netz, doch dann wurde es wieder duster. Seit dem 30. Dezember werden etwa 300 Mieter in der Siedlung über Notstromaggregate versorgt. Wie lange es dauert, bis der Schaden am Stromnetz behoben ist, kann die Berliner Energie Agentur (BEA) noch nicht sagen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, heißt es bei dem Energieversorger. Vermieter der Wohnsiedlung ist die Deutsche Wohnen.

Stromausfall in Lankwitz - Lebensmittel sind aufgetaut

Betroffen von dem Stromausfall ist unter anderen Dieter Hameister. „Erst fiel am 25. Dezember die Heizung aus, dann gab es kein Warmwasser mehr“, erzählt der Mieter. Dann sei der Strom komplett weg gewesen. An den nächsten Tagen hätte es zwar immer mal wieder Strom gegeben, aber nur kurzzeitig. Dann sei es wieder kalt und dunkel geworden. Sein Weihnachtsbraten sei nicht gefährdet gewesen, erzählt Hameister. Aber er musste aufgetaute Lebensmittel wegwerfen. Seit die Notstromaggregate laufen, hätte er keine Einschränkungen mehr. „Sie wissen gar nicht, wie beruhigend es ist, das Brummen der Aggregate zu hören, sagt Hameister am Telefon. Und das, obwohl sie in einiger Entfernung der Häuser in einer Grünanlage stehen.

Noch immer ist unklar, wie es zu dem Stromausfall kam. Von einem Schaden an einem Erdkabel ist die Rede. Die Berliner Energie Agentur hat vor Ort eine Servicebüro eingerichtet. Dort sitze ein Ansprechpartner, der die Schäden der Mieter aufnehme, sagt eine Mitarbeiterin. Betroffene könnten dort zum Beispiel melden, wenn Lebensmittel aufgrund von abgetauten Kühlschränken verdorben sind.

Unterstützung von Vattenfall

Auch Vattenfall, ein Gesellschafter der Berliner Energie Agentur, hat versucht in Lankwitz zu helfen. „Wir haben vor Ort einerseits mit dem Kontakt zu diensthabenden Installateuren von Fremdfirmen und mit unserem Messwagen weitergeholfen, um die vorliegenden Fehler im Kabelbereich einzugrenzen“, sagt Sprecher Olaf Weidner. Aber das betroffene Blockheizkraftwerk und die Kabel seien Eigentum der Berliner Energie Agentur (BEA). Die hätte sich aber offenbar bis über das neue Jahr mit einer Bandansage „verabschiedet“ und verfüge anscheinend über keinerlei Störungsvorsorge. „Wir haben darüber hinaus auch noch einen Kontakt zum Technischen Hilfswerk vermittelt, das vor Ort mit Notstromaggregaten helfen sollte.