Machbarkeitsstudie

Abriss-Untersuchung zur Brücke noch nicht in Auftrag gegeben

Im Juni hat das Abgeordnetenhaus beschlossen, den Abriss der Brücke am Breitenbachplatz untersuchen zu lassen. Noch ist nichts passiert

Die Brücke am Breitenbachplatz zerschneidet den Platz darunter in zwei

Die Brücke am Breitenbachplatz zerschneidet den Platz darunter in zwei

Foto: Katrin Lange

Berlin. Im Juni hat das Abgeordnetenhaus auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen, einen Abriss der Brücke am Breitenbachplatz in einer Machbarkeitsstudie untersuchen zu lassen. Doch die Studie wurde noch nicht einmal in Auftrag gegeben. Auf Anfrage der CDU-Abgeordneten Stefan Evers und Adrian Grasse zum Verfahrensstand, hieß es jetzt aus der Senatsverkehrsverwaltung: Eine Ausschreibung der Machbarkeitsstudie soll im 1. Quartal 2020 erfolgen.

Ausschreibung wird noch vorbereitet

„Aktuell finden verwaltungsinterne Gespräche zu Grundlagen und Inhalten einer Machbarkeitsstudie, zu den Rahmenbedingungen eines Wettbewerbsverfahrens sowie zum Umfang einer Öffentlichkeitsbeteiligung statt“, erklärte Staatssekretär Ingmar Streese. Das sei für die Ausschreibungsunterlagen erforderlich. Bis zum 31. Mai 2020 sollen die Ergebnisse der Studie im Abgeordnetenhaus vorgestellt werden. Erst zu diesem Zeitpunkt könnten auch Aussagen dazu gemacht werden, wie das breit angelegte Beteiligungskonzept aussehen wird.

Kritik an der Verschleppung des Verfahrens

Mit dieser Antwort wollen sich die beiden CDU-Abgeordneten nicht zufrieden geben. „Niemand kann verstehen, warum die Machbarkeitsstudie zum gewünschten Abriss der Autobahnbrücke immer noch nicht in Auftrag gegeben wurde“, sagt der Wahlkreis-Abgeordnete Adrian Grasse. Was bitte sei daran so schwer. Und Stadtentwicklungsexperte Stefan Evers fügt hinzu: „Grünen-Verkehrssenatorin Regine Günther muss Parlamentsbeschlüsse umsetzen. Die Verzögerung über Monate ist weder nachvollziehbar noch entschuldbar.“

Senat hält am Abriss fest

Doch für alle, die einen Abriss befürworten, gibt es auch eine gute Nachricht. Der Senat hält nach wie vor an dem Ziel des Rückbaus der Brücke am Breitenbachplatz fest. Das bestätigt der Staatssekretär in der Antwort auf die Anfrage der beiden Abgeordneten. Die Brücke ist bereits baufällig und muss ohnehin in den kommenden fünf Jahren saniert werden. Die Alternativen sind Neubau oder Abriss.

Ideen von Studenten für die Brücke

Mit der Zukunft und einer neuen Gestaltung des Breitenbachplatzes haben sich bereits Master-Studenten der Architektur und Stadtplanung aus Bremen und dem französischen Bordeaux beschäftigt. Die Studenten setzen auf Verdichtung einerseits und grüne Achsen andererseits. Die Ideen bestätigen die Ansicht der Bürgerinitiative Breitenbachplatz, dass nach dem Rückbau der Brücke eine Menge Platz für neue Wohnbebauung bleibt.