Asbest

Nach Asbestfund wieder alle Büros im Rathaus Zehlendorf frei

Ein endgültige Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass nach der Reinigung wieder alle Räume genutzt werden können.

In zwei Gebäudeteilen des Rathauses Zehlendorf wurden Asbestfasern gefunden.

In zwei Gebäudeteilen des Rathauses Zehlendorf wurden Asbestfasern gefunden.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Im Rathaus Zehlendorf kann der Verwaltungsbetrieb wieder normal weitergehen. Nach dem Fund von Asbestfasern in einigen Büros, liegt dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf jetzt das endgültige Gutachten vor. Das Ergebnis ist, dass alle Räume zur Nutzung freigegeben werden. „Das bedeutet, dass alle Kolleginnen und Kollegen auch aus den Bauteilen B und E, die bis heute an anderen Orten ihre Arbeit tätigen mussten, wieder an ihre Arbeitsplätze im Rathaus Zehlendorf zurückkehren können“, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes. Unabhängig davon würden die von dem Ingenieurbüro empfohlenen Maßnahmen, wie Detailuntersuchung zur Asbestfaserquelle und die Überprüfung des Reinigungserfolges, konsequent und zeitnah umgesetzt werden.

Einschränkungen für Mitarbeiter und Rathausbesucher

Sowohl Mitarbeiter als auch Rathausbesucher mussten seit dem Bekanntwerden der Asbestfunde Ende November Einschränkungen hinnehmen. So waren die Dienststellen teilweise nicht an den bekannten Adressen zu finden. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren professionellen Umgang mit der schwierigen Situation im Rathaus Zehlendorf“, sagte Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, nach der Entwarnung durch das Gutachten.

Asbestspuren bei Renovierungsarbeiten gefunden

Wie berichtet, waren bei Renovierungsarbeiten mögliche Asbestspuren zunächst in zwei Räumen festgestellt worden. Aufgrund des Verdachts hat das Hochbauamt ein Ingenieurbüro beauftragt, Proben zu nehmen. In einem ersten Gutachten bestätigte das Büro den Fund von „schwach gebundenem Asbest in Spuren“. Beide Räume sind daraufhin umgehend gesperrt und weitere Untersuchungen angeordnet worden. Ein weiteres Gutachten bestätigte das Ergebnis. Betroffen waren die Gebäudeteile B und E – also Anbauten, die aus den 60er- und 70er-Jahren stammen. Nach Auskunft des Bezirksamtes handelte es sich um „Kleinstmengen weniger Fasern“. Meist sei nur ein einzige Faser in den Fensternischen der Büros gefunden worden. In keiner der Proben habe es eine hohe Menge des Schadstoffes gegeben. Nach derzeitigem Sachstand geht das Bezirksamt von gebundenen Asbestzement in den außenliegenden Fensterbrettern aus. Dort könnten sich aufgrund der witterungsbedingten Belastung im Laufe der Jahre einige Fasern gelöst haben und durch die geöffneten Fenster in die Büros gelangt sein.

Sanierung seit Jahren geplant

Seit langem soll das alte denkmalgeschützte Rathaus mit seinen Anbauten saniert werden. Mehr als zehn Jahre wird bereits daran geplant, in diesem Jahr hat der Bezirk die Zusage des Senats über 70 Millionen Euro bekommen. In einem ersten Schritt sollen die Keller in dem Altbau aus dem Jahr 1929 trockengelegt und die Fassade ausgebessert werden. Für die zwischen 1960 und 1970 entstandenen vier Anbauten werden noch verschiedene Szenarien geprüft – vom Abriss und Neubau über Teilabriss und Sanierung der bestehenden Gebäude.