Dahlem

Breitenbachplatz: „Brücke belastet das Leben der Anwohner“

Der CDU-Ortsverband Dahlem schließt sich der Bürgerinitiative Breitenbachplatz an und fordert den Abriss der Brücke.

Rechts und links der Brücke liegt der Breitenbachplatz, der einst als Gesamtkunstwerk angelegt wurde.

Rechts und links der Brücke liegt der Breitenbachplatz, der einst als Gesamtkunstwerk angelegt wurde.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Der Breitenbachplatz sollte ursprünglich das „Tor zu Dahlem“ sein, als er 1913 von einem Hofgartenmeister aus St. Petersburg angelegt wurde. Seit den 70er-Jahren ist er nun von einer Autobahnbrücke zerschnitten. Eine Bürgerinitiative fordert den Abriss der Brücke. Diesem Votum schließt sich jetzt auch der CDU-Ortsverband Dahlem ausdrücklich an.

Von der autogerechten- zur menschengerechten Stadt

„Diese Brücke zerstört die Ästhetik und die Wohnqualität am Breitenbachplatz“, sagt der Vorsitzende Christoph Wegener. Sie belaste das Leben der Anwohner und gehöre abgerissen. Der Ortsverband hatte kürzlich zu der Veranstaltung „Von der autogerechten- zur menschengerechten Stadt“ in das Theater Jaro am Breitenbachplatz eingeladen und über den Abriss diskutiert. Mit dabei war unter anderen der ehemalige Senatsbaudirektor Hans Stimmann (SPD). Auch Stimmann ist ein vehementer Verfechter des Abrisses. Er hatte in seiner Doktorarbeit 1977 nachgewiesen, dass der Bau der Brücke nur der Rivalität zweier Abteilungen in der damaligen Verkehrsbehörde geschuldet war.

Brücke muss in den nächsten fünf Jahren saniert werden

Mittlerweile beschäftigt sich das Abgeordnetenhaus mit der Brücke am Breitenbachplatz. Auf Initiative der CDU-Fraktion ist beschlossen worden, eine Machbarkeitsstudie zum Abriss in Auftrag zu geben. Die Brücke ist bereits baufällig und muss ohnehin in den kommenden fünf Jahren saniert werden. Die Alternativen wären Neubau oder Abriss.

Mit der Zukunft und einer neuen Gestaltung des Breitenbachplatzes haben sich bereits mehrere Tage 60 Master-Studenten der Architektur und Stadtplanung aus Bremen und Bordeaux beschäftigt. Die junge Generation setzt auf Verdichtung einerseits und grüne Achsen andererseits. Auch die Gärten in den Quartieren sollen offen für alle sein, Kleingärten eine neue Bedeutung bekommen. Die Pläne, die die Studierenden maßstabgerecht gezeichnet haben, bestätigen die Ansicht der Initiative Breitenbachplatz, dass nach dem Rückbau der Brücke eine Menge Platz für neue Wohnbebauung bleibt.