Schule

Sanierung des Beethoven-Gymnasium erst in zwei Jahren

Weil die Kosten von acht auf 34 Millionen Euro angestiegen sind, sind die Arbeiten für den Altbau vorerst gestoppt. Jetzt soll neu geplant werden.

Der Altbau des Beethoven-Gymnasiums in Lankwitz wird frühestens in zwei Jahren saniert.

Der Altbau des Beethoven-Gymnasiums in Lankwitz wird frühestens in zwei Jahren saniert.

Foto: Beethoven-Gymnasium

Vor vier Jahren wurden die Kosten für die Sanierung des Beethoven-Gymnasiums in Lankwitz auf acht Millionen Euro geschätzt. Etliche Untersuchungen und Planungen später ist diese Summe jetzt auf 34 Millionen Euro gestiegen. Das geht aus der Antwort von Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne) auf die Anfrage der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung hervor.

Die Fraktionsmitglieder wollten wissen, was das Bezirksamt nun angesichts dieser Kostenexplosion macht. Die Lösung: Die Sanierung eines Neubaus aus den 70er-Jahren auf dem Schulgelände wird bis März 2020 beendet. Für den 100 Jahre alten denkmalgeschützten Altbau hingegen gilt zunächst ein Baustopp. Hier soll neu geplant werden. Die Stadträtin geht von einer Verzögerung von zwei Jahren aus.

Kellerdecken im Beethoven-Gymnasium stark beschädigt

Bereits 2015 hatte das Bezirksamt acht Millionen Euro für die Sanierung der Elektroanlagen sowie Fenster und Sanitäranlagen beim Senat beantragt. Bei einer Begehung der Schule im Rahmen der Vorplanungen stellte sich jedoch heraus, dass alle Kellerdecken des Altbaus stark beschädigt waren und dringend saniert werden mussten. Daraufhin hatten sich die Kosten bereits auf 15 Millionen Euro fast verdoppelt. Alle Pläne mussten überarbeitet werden.

Es wurde entschieden, die Sanierung des Altbaus von dem 50 Jahre alten „Neubau“ zu trennen. Die Arbeiten an dem neuen Gebäude ist nach einigen Verzögerungen durch weitere Umplanungen jetzt fast abgeschlossen. In vier Monaten soll das Haus mit den Fachräumen Schülern und Lehrern wieder zur Verfügung stehen.

Sanierung der Aula am Beethoven-Gymnasium teurer als erwartet

Der Zustand des denkmalgeschützten Altbaus hat unterdessen die Kosten noch weiter in die Höhe getrieben. Bei einer vertieften Prüfung hatte sich herausgestellt, dass alle Grundleitungen und Sickerschächte erneuert werden mussten. Auch die Sanierung der Aula war aufgrund des Brandschutzes aufwendiger als gedacht. Bis November 2017 waren die Kosten dadurch bereits auf fast 20 Millionen Euro gestiegen.

Nachdem die Bauplanung fertig war, folgte die Ausführungsplanung. „Bereits im Verfahren deutete sich eine deutliche Kostensteigerung an“, so Maren Schellenberg. Nach einer realistischen Einschätzung der gesamten Arbeiten, die auch immer umfangreicher wurden, kamen die Planer auf 25 Millionen Euro. Dazu kamen noch einmal neun Millionen Euro für einen Ausweichcontainer und einen Extracontainer für Musik, der die Aula zwischenzeitlich ersetzen sollte.

Planungen für den Altbau des Gymnasiums werden neu aufgerollt

Das war der Moment, an dem das Hochbauamt einen „echten Schnitt im Planungsverfahren machte“, so die Stadträtin. Jetzt sollen die Planungen für den Altbau noch einmal neu aufgerollt werden. Dadurch entsteht eine Verzögerung von zwei Jahren. „In dieser Zeit hat die Schule aber auch Ruhe und kann ihren Schulbetrieb ohne Großbaustelle durchführen“, sagt Schellenberg. Im Moment würden alle Kräfte dafür eingesetzt werden, den „Neubau“ fertig zu stellen, damit die Schule diesen endlich nutzen könnte. Dennoch sollen auch an dem Altbau in den kommenden Jahren Unterhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Die Gesamtsanierung werden diese Arbeiten aber nicht ersetzen.