Bauprojekt

Neuer Supermarkt mit 24 Wohnungen an der Krummen Lanke

Die Pläne für den Neubau an der Argentinischen Allee, Ecke Fischerhüttenstraße wurden im Stadtplanungsausschuss vorgestellt.

Auf dem Modell des Architekturbüros ist der neue Supermarkt als brauner Baukörper mit begrüntem Dach dargestellt

Auf dem Modell des Architekturbüros ist der neue Supermarkt als brauner Baukörper mit begrüntem Dach dargestellt

Foto: Katrin Lange

Der Supermarkt am U-Bahnhof Krumme Lanke soll abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden. So soll sich die Verkaufsfläche mehr als verdoppeln. Über dem Markt sind 24 Wohnungen geplant, darunter wird wieder eine Tiefgarage entstehen.

Das Flachdach soll in seiner gesamten Fläche begrünt werden. Die Pläne für das Projekt an der Argentinischen Allee, Ecke Fischerhüttenstraße wurden jetzt im Stadtplanungsausschuss des Bezirks Steglitz-Zehlendorf vorgestellt.

Anlieferung über die Argentinische Allee

Es ist bereits eine überarbeitet Variante, in die erste Kritikpunkte vom Stadtplanungsamt eingearbeitet worden sind. So ist die Anlieferung für den Rewe-Markt in den neuen Plänen an der Argentinischen Allee vorgesehen. „Damit brauchen wir keine Schallschutzmauer außen herum“, sagt Architektin Tanja Riccius bei der Präsentation des Projekts.

Die Zufahrt zur Tiefgarage soll an der Stelle bleiben, an der sie auch jetzt schon ist. Dort müsste eventuell eine Mauer gebaut werden, um das dahinter liegende Gebäude zu schützen, so die Architektin. Denn der Markt liege planungsrechtlich in einem reinen Wohngebiet, in dem höhere Lärmschutzwerte gelten.

Fläche des Rewe-Marktes mehr als verdoppelt

Zurzeit hat der Supermarkt eine Fläche von 600 Quadratmetern. Die soll sich mehr als verdoppeln auf künftig 1400 Quadratmeter. Sabine Lappe, Leiterin des Stadtplanungsamt, sieht darin noch einen Aspekt, der geprüft werden muss.

Hintergrund ist die Ladenpassage an der U-Bahnstation Onkel-Toms-Hütte, die unter der Größe und einem Rückgang der Kaufkraft leiden könnte. Im Prinzip sei es richtig, die Fläche zu vergrößern, so Lappe. Ob es tatsächlich in diesem Umfang sein müsse, soll ein Einzelhandelsgutachten zeigen.

Bürgerbeteiligung im Bebauungsplan-Verfahren

Vorsichtig ist das Stadtplanungsamt auch noch bei der Zufahrt über die Argentinische Allee. Geplant ist, dass die Lieferfahrzeuge auf das Grundstück auffahren und dann rückwärts in einer Lieferzone – eine sogenannte Tasche – innerhalb des Gebäudes verschwinden.

Noch ist das Amt skeptisch, ob das so funktionieren kann. „Wir sehen aber auch viele positive Aspekte an dieser Planung“, sagte Sabine Lappe. Noch kritische Punkte könnten im jetzt anstehenden Bebauungsplan-Verfahren, in dem auch die Bürger beteiligt werden, gelöst werden.