Bildung

Aktion für saubere Schulen in Steglitz-Zehlendorf

Jetzt regt sich auch Widerstand im Südwesten: 1000 Unterschriften sollen für einen Einwohnerantrag zusammenkommen.

Immer schneller, immer billiger – externe Reinigungsfirmen haben oft zuwenig Zeit, um die Klassenräume gründliche zu putzen.

Immer schneller, immer billiger – externe Reinigungsfirmen haben oft zuwenig Zeit, um die Klassenräume gründliche zu putzen.

Foto: dpa Picture-Alliance / Sebastian Gollnow / picture alliance / Sebastian Gol

Jetzt reicht es auch in Steglitz-Zehlendorf: Nachdem bereits Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg und Reinickendorf Unterschriftensammlungen für saubere Schulen gestartet haben, ist nun ebenfalls Steglitz-Zehlendorf dabei. Ziel ist ein Einwohnerantrag, der in der Sitzung der Bezirksverordneten beraten und entschieden wird. Dafür müssen 1000 Unterschriften zusammenkommen. In dem Antrag werden Sofortmaßnahmen für saubere Schulen gefordert. So soll das Bezirksamt die Reinigung schnellstmöglich an allen Schulen um eine Tagesreinigung ergänzen. Diese soll durch Kräfte ausgeführt werden, die beim Bezirksamt angestellt sind.

Zwei Minuten Zeit für einen Klassenraum

Eine weitere Forderung ist, dass ab dem Schuljahr 2021/22 die Schulreinigung im Bezirk von Fremd- auf Eigenreinigung umgestellt wird. Das bedeutet, dass nur noch fest beim Bezirk angestellte Kräfte putzen. In einem ersten Schritt sollen 25 Prozent der Reinigungsleistung von bezirksinternen Mitarbeitern durchgeführt werden. In vier Jahren könnte die Umstellung dann komplett erfolgt sein. „Derzeit werden Schulen schlechte gereinigt und die Reinigungskräfte arbeiten unter schlechten Arbeitsbedingungen“, heißt es in der Begründung für die Unterschriftenaktion und den Einwohnerantrag. Ursache des Problems seien Preisdumping und Outsourcing. Die Reinigungskräfte bekämen viel zuwenig Zeit für ihre Arbeit. Teilweise hätten sie nur zwei Minuten, um einen Klassenraum zu säubern.

Bürgerinitiative „Schule in Not“

Initiator der berlinweiten Aktion ist die „Bürgerinitiative Schule in Not“, die sich für eine Rekommunalisierung der Schulreinigung einsetzt. Das bedeutet, dass die Reinigungsdienste wieder personell einer Schule zugeordnet werden und fest beim Bezirk angestellt sind. Um die Forderung durchzusetzen, sollen Bürgerbegehren und Einwohneranträge organisiert werden. Bereits in wenigen Wochen wurden mehr als 5000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt hat. Bis Jahresende werden dafür 7000 gültige Unterschriften gebraucht.

Informationen: www.schule-in-not.de

Kontakt: steglitz-zehlendorf@schule-in-not.de