Sanierung

Rolltreppe an der Station Schloßstraße rollt wieder

Drei Monate lang stand sie still und die Fahrgäste mussten die Treppe nehmen. Ab Donnerstag ist sie wieder in Betrieb.

Fast drei Monate war die Rolltreppe an der Station Schloßstraße der U9 außer Betrieb.

Fast drei Monate war die Rolltreppe an der Station Schloßstraße der U9 außer Betrieb.

Foto: Katrin Lange

Drei Monate stand die Rolltreppe an der Station Schloßstraße der U9 still. Sie ist eine der längsten der Stadt, denn die U-Bahnen fahren an diesem Bahnhof durch zwei Röhren, die übereinander liegen. Richtung Rathaus Steglitz kommen die Fahrgäste im unteren Tunnel an. In der Vergangenheit war die Rolltreppe zum Ärger von Anwohnern und Geschäftsleuten mehr kaputt als in Betrieb. Deshalb wurde sie jetzt ausgetauscht.

Die Arbeiten sind im Plan. „Ja, am 10. Oktober geht die Fahrtreppe auf der Bahnsteigebene Richtung Rathaus Steglitz wieder in Betrieb“, bestätigt Petra Nelken, Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), auf Anfrage der Morgenpost. Ob sie sofort am Morgen funktioniere, könne sie noch nicht genau sagen. Aber im Laufe des Tages rolle sie wieder.

8,50 Meter Höhe sind zu überwinden

Jahrelang mussten Kunden, die den Ausgang zur Deitmerstraße nehmen wollten, beim Aussteigen hoffen, dass die Rolltreppe funktioniert. Doch meistens war sie mit Flatterband abgesperrt. 8,50 Höhenmeter sind an dieser Stelle des U-Bahn-Tunnels zu überwinden, das bedeutete für Fahrgäste unendlich viele Stufen bis nach oben. Deshalb entschied die BVG, die Rolltreppe schließlich komplett auszutauschen. Die lange Bauzeit von drei Monaten hat die BVG als „technologisch erforderlich“ bezeichnet.

Beton im Schacht wurde gleichzeitig saniert

Die alte Treppe musste vollständig demontiert und durch die Installation einer neuen Anlage ersetzt werden. Parallel dazu liefen noch weitere Arbeiten. So wurde die Sperrzeit zum Beispiel für die Sanierung des Betons im Schacht genutzt.

Nach Auskunft der BVG sei das ein Grund für die lange Dauer der Arbeiten gewesen. Jetzt bleibt die Hoffnung, dass die Fahrgäste beim Aussteigen an der Schloßstraße keine Überraschungen mehr erleben, sondern sich ganz entspannt mit ihren Taschen und Rucksäcken nach oben fahren lassen können.