Kriminalität

Raub und Diebstahl nehmen in Steglitz-Zehlendorf zu

Dagegen ist die Zahl der Einbrüche in Villen, Lauben und Keller im ersten Halbjahr 2019 zurückgegangen.

Ein Einbrecher versucht die Tür eines Einfamilienhauses aufzubrechen.

Ein Einbrecher versucht die Tür eines Einfamilienhauses aufzubrechen.

Foto: imago images / Schöning

Berlin. Mehr Raub, mehr Brandstiftung und eine Zunahme der Motorrad- und Fahrrad-Diebstähle – das ist die Bilanz der Polizei im ersten Halbjahr 2019 in Steglitz-Zehlendorf. Dagegen ist die Zahl der Einbrüche in Villen, in Keller und Böden sowie in Lauben zurückgegangen. Das geht aus einer neuen Statistik hervor, die die Senatsverwaltung für Inneres auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp erstellt hat. Trapp wollte wissen, wie sich die Anzahl der polizeilich erfassten Straftaten im Bezirk entwickelt hat und wie sie sich auf die einzelnen Polizeiabschnitte und Ortsteile verteilen.

101 Raubdelikte in sechs Monaten

Die Zahlen, die die Innenverwaltung zusammengestellt hat, beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Juni 2019. Dazu gibt es Vergleichszahlen aus dem ersten Halbjahr 2018. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden im Bezirk 101 Raubdelikte begangen. Im ersten Halbjahr 2018 waren es hingegen nur 57. Das entspricht einer Zunahme von mehr als 77 Prozent. Zugenommen hat auch die Zahl der Diebstähle von Motorrädern. Waren es im ersten Halbjahr 2018 noch 35, sind es im Jahr 2019 mit 45 Diebstählen zehn und damit fast 30 Prozent mehr. 1109 Fahrräder wurden vom Januar bis Juni gestohlen, 2018 waren es in dem Zeitraum 896. Auch die Zahl der Brandstiftung ist von 30 auf 37 stiegen. Sowohl Fahrrad-Diebstähle als auch Brandstiftungen sind um 23 Prozent gestiegen.

Positive Entwicklung bei Villen-Einbrüchen

Eine positive Entwicklung gibt es bei der Häufigkeit der Einbrüche in Villen: 120 Mal haben Täter im vergangenem Halbjahr zugeschlagen, 2018 war es noch 168 Mal. Damit sind die Einbrüche fast um 30 Prozent gesunken. Offenbar machen sich verschiedene Präventionsveranstaltungen der Polizei im Bezirk zum besseren Schutz von Wohneigentum und verstärkte Schutzmaßnahmen an Haus und Hof bemerkbar. Von 312 auf 204 ist ebenfalls die Zahl der Keller- und Bodeneinbrüche zurückgegangen. Und auch auf Baustellen schlugen die Täter mit 26 Fällen weniger zu als 2018, als es noch 32 Fälle waren. Sehr hoch es nach wie vor die Zahl der Diebstähle an und aus Autos. Allerdings ist die Zahl rückläufig. Während es im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 1052 Fälle gab, waren es 2019 nur 972.

Die meisten Delikte in Steglitz und Lankwitz

Die meisten Delikte passieren im Polizeiabschnitt 45 in Steglitz (4734 im ersten Halbjahr 2019), gefolgt vom Abschnitt 46 in Lankwitz (4377). Im Abschnitt 43 in Zehlendorf werden die wenigsten Straftaten (2727) im Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet. Das Bild ändert sich noch einmal, wenn die verschiedenen Ortsteile betrachtet werden. Zwar liegt Steglitz mit 1305 Straftaten auf dem ersten Platz, gefolgt von Lichterfelde mit 1025 Fällen. Dann kommt bereits der Ortsteil Zehlendorf mit 938 Straftaten im ersten Halbjahr 2019. Am sichersten lebt es sich in Wannsee mit 166, in Nikolassee mit 236 und in Dahlem mit 296 Straftaten. Lankwitz liegt mit 536 Taten innerhalb von sechs Monaten im Mittelfeld. In allen Ortsteilen dominieren zahlenmäßig die Fahrrad- und Autodiebstähle.

24.000 Straftaten im Jahr 2018 im Bezirk

Vom Januar bis Dezember 2018 wurden im Bezirk insgesamt knapp 24.000 Straftaten verübt. Im ersten Halbjahr 2019 liegt die Zahl mit insgesamt etwa 12.000 bei fast genau der Hälfte.