Grunewaldseen

Bürger fordern mehr Badestellen am Schlachtensee

In einem Dialog mit der AG Grunewaldseenkette haben Anwohner viele Ideen geäußert.

An warmen Tagen ist viel Betrieb am und im Schlachtensee.

An warmen Tagen ist viel Betrieb am und im Schlachtensee.

Foto: Reto Klar / Funke Foto Services

Steglitz-Zehlendorf. Eine bes­sere Beschilderung der Wege an Schlachtensee und Krumme Lanke, eine Ausweitung der Badestellen, die Beruhigung der Parksituation und mehr Mülleimer – das sind nur einige Ideen, die Anwohner und Interessierte in einem Bürgerdialog geäußert haben, den die Arbeitsgemeinschaft Grunewaldseen-Kette kürzlich veranstaltet hat. „Die Vorschläge sollen jetzt in ein Konzept einfließen“, sagt Michael Gaedicke, Mitglied der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Erste Maßnahmen wie zum Beispiel neue Hinweistafeln könnten im Frühjahr umgesetzt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde von den Bezirksverordneten gegründet, um die Situation an den Seen zu verbessern. Jede Fraktion ist mit einem Mitglied in dem Gremium vertreten. Ziel ist es, ein harmonisches Miteinander aller Nutzer zu ermöglichen. Dazu gehören Fahrradfahrer, Hundebesitzer, Spaziergänger, Badegäste und feiernde Jugendliche.

Der Bürgerdialog fand in der Evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee statt. Zur Sprache kam unter anderen die Überlastung von Verkehrswegen. Betroffen sind vor allem der Elvirasteig, der Quermatenweg und die Matterhornstraße. Anwohner fordern für die Straßen ein Verkehrsberuhigungskonzept. Vorschläge dafür sind eine Einbahnstraßenregelung, Poller und die Einführung von Parkuhren. „Die Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung könnte der Bezirk wieder für die Pflege der Grünflächen einsetzen“, fasst Michael Gaedicke die Anregungen der Anwohner zusammen.

WLAN-Hotspots soll es nicht geben

Gefordert wird auch ein klares Wegeleitsystem. „Wo sind die Toiletten, die Badestellen und die Restaurants – das soll auf einen Blick zu sehen sein“, sagt der Bezirkspolitiker. Weitere Forderungen: mehr Toiletten bereits an den S- und U-Bahn-Stationen, mehr Mülleimer an den Straßen, die zum See führen, sowie mehr Badestellen und dafür die Naturschutzbereiche mehr schützen.

Eine Beleuchtung der Uferwege ist für die Anwohner kein Thema. Die Vögel bräuchten nachts die Dunkelheit, so das Argument. Auch WLAN-Hotspots müsse es an den Seen nicht geben. Das könnte die Jugend vom Uferbereich fernhalten.

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