Frauenchor

Frauenchor Zehlendorf startet in die Probenphase

Der Frauenchor Zehlendorf startet in die Probenphase. Neue Sängerinnen sind willkommen.

Chorleiterin Marta Herrera probt mit den Sängerinnen.

Chorleiterin Marta Herrera probt mit den Sängerinnen.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Nur noch schnell ein paar Noten sortieren, dann ist Heidrun Nicking auch schon da. Die 75-Jährige ist die Vorsitzende des Frauenchors Zehlendorf, gleich beginnt die Probe im Hans-Rosenthal-Haus an der Bolchenerstraße. Alles muss organisiert sein, denn es geht in die heiße Phase. Die nächsten Konzerte stehen bevor. Höhepunkt des Jahres ist das Adventskonzert in der Zehlendorfer Pauluskirche. Davon und dass neue Mitglieder willkommen sind, wird die Vorsitzende berichten.

Etwa 30 Sängerinnen treffen nach und nach ein die meisten zwischen 60 und 70 Jahre. „In den mittleren Stimmlagen haben wir einen Mangel“, sagt Marta Herrera. Die 40-Jährige leitet seit Februar den Chor. Sie hat in Madrid Klassischen Gesang und Klavier studiert. Das Repertoire führt sie fort: deutsche und internationale Volkslieder, Titel alter Meister und zeitgenössischer Komponisten. Der Frauenchor ist aus dem „Männergesangverein 1873 Zehlendorf“ hervorgegangen. 1952 haben sich die Ehefrauen gesagt: „Das können wir auch“ – und ihren eigenen Chor gegründet. Übrig geblieben ist nur der Frauenchor, der Männerchor hat sich aufgelöst – kein Nachwuchs.

Heidrun Nicking ist seit 1973 dabei. Im Urlaub auf Elba hatte sie eine Frau aus dem Chor kennengelernt. Gesungen hat sie schon immer gern, auch im Schulchor. Also ist sie zur Probe gegangen und geblieben. Die meisten Frauen haben Erfahrungen in Singegruppen oder Schulchören und sind über Nachbarn und Bekannte dazu gekommen. Der Laienchor ist Mitglied im Chorverband Berlin.

Kurz vor 19 Uhr sitzen alle auf ihren Plätzen. Es kann losgehen. Aufstehen, Atemübungen, Einsingen. Der erste Titel „Wir lieben sehr im Herzen“ – ein Klassiker aus der Renaissance von Friderici erklingt. Viele Stimmen – ein Klang.

Chorprobe jeden Mittwoch, 19 bis 21 Uhr, Hans-Rosenthal-Haus, Bolchener Straße 5.