Neue Wohnungen

Richtfest für das Neubauprojekt „Wohnen am Turm“

Die Berliner Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle errichtet in Lichterfelde Süd 147 generationsübergreifende Wohnungen.

Die neuen Wohnungen in Lichterfelde Süd sind alle barrierearm

Die neuen Wohnungen in Lichterfelde Süd sind alle barrierearm

Foto: IBT.PAN

Berlin. Vor knapp einem Jahr wurde der Grundstein gelegt, jetzt ist Richtfest. Am Freitag, 30. August, wird um 11 Uhr der Richtkranz für das Neubauvorhaben „Wohnen am Turm“ in der Gartenstadt Lichterfelde Süd, kurz vor der Stadtgrenze zu Teltow, hochgezogen. Die Berliner Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle errichtet unter dem Motto „Rundum genossenschaftlich. L(i)ebenswert für alle Generationen“ am Wormbacher und Holtheimer Weg insgesamt 146 neue Wohnungen.

Der namensgebende Turm – eine viergeschossige Rotunde – wird umrahmt von sechs Gebäuden mit vier Stockwerken und einem Staffelgeschoss. Die barrierearmen Wohnungen mit 1,5 bis vier Zimmern sind zwischen 39 und 109 Quadratmeter groß.

Die Durchschnittsmieten sollen laut Wohnungsgenossenschaft zwischen 10 und 12 Euro nettokalt pro Quadratmeter liegen. Der Entwurf stammt von der Architektin Caroline Thiel vom Berliner Büro IBT.PAN. Die Wohnungsgenossenschaft investiert 35 Millionen Euro in das kleine Stadtquartier. 2021 soll das gesamte Bauvorhaben fertig sein.

„Wohnen am Turm“ mit Treff für die Nachbarschaft

Für die neuen Mieter wird eine Tiefgarage mit 75 Stellplätzen gebaut. In den runden Turm ziehen das neue Vor-Ort-Büro der Märkischen Scholle sowie ein moderner Nachbarschaftstreff. Für Senioren mit Pflegebedarf werden im benachbarten Gebäude eine betreute Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen und eine Tagespflegeeinrichtung entstehen. Kooperationspartner ist das Steglitzer Pflegeunternehmen pro Comitas.

Neben Mietergärten wird die Genossenschaft ihren Mitgliedern Möglichkeiten zum Urban Gardening bieten, Kindern stehen moderne Spielplätze zur Verfügung. Bei der Gestaltung der Außenanlagen hat die Märkische Scholle alle Anwohner der Gartenstadt nach ihren Wünschen befragt und in die Planung einbezogen. Margit Piatyszek-Lössl, kaufmännischer Vorstand: „Unser Ziel ist, den Mitgliedern ein lebenslanges Wohnen bei der Märkischen Scholle zu ermöglichen.“

Mitten in der Gartenstadt

Das neue Quartier, das jetzt gebaut wird, liegt mitten in der Gartenstadt Lichterfelde Süd, zu der insgesamt mehr als 900 Wohnungen aus den 1930er- und 60er-Jahren gehören. Von 2014 bis Ende 2018 hat die Märkische Scholle dort eine umfangreiche energetische Sanierung vorgenommen. Außerdem hat die Genossenschaft im Rahmen von Dachaufstockungen und Verdichtungsmaßnahmen weitere 100 Wohnungen gebaut.

Für das Neubauprojekt „Wohnen am Turm“ wurde eine Wohnanlage mit 122 Wohnungen abgerissen. Sie stammte aus den 1930er-Jahren und war laut einem Gutachten unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr sanierbar. Alle betroffenen Mieter seien mit neuem Wohnraum versorgt worden, sagte Jochen Icken, technischer Vorstand der Märkischen Scholle.