Sanierung

Parkplatz am Stadion Wannsee bleibt drei Monate gesperrt

Die Stellfläche an der Chausseestraße wird neu asphaltiert. Der CDU-Ortsverband fordert, einen Teil zum Parken offen zu halten

Achtung, Baustelle – heißt es für mindestens drei Monate auf dem Parkplatz am Stadion Wannsee

Achtung, Baustelle – heißt es für mindestens drei Monate auf dem Parkplatz am Stadion Wannsee

Foto: Wolfram Steinberg / picture-alliance/ dpa

Die Sanierung des Parkplatzes am Stadion Wannsee an der Chausseestraße 29 hat begonnen. Die 2500 Quadratmeter große Fläche wird für 400.000 Euro mit wasserdurchlässigem einheitlichen Pflaster in grau und Anthrazit ausgestattet. In der Mitte des Parkplatzes gibt es künftig eine Entwässerungsmulde, die bepflanzt werden soll. Zwei neue Leuchten sorgen für mehr Licht auf dem Parkplatz. Drei Monate Bauzeit sind veranschlagt, während dieser Zeit bleibt der Parkplatz komplett gesperrt. Ein Zugang zur Conradschule ist nur über die Charlottenstraße möglich.

Kritik an der kompletten Sperrung

Kritik an dem geplanten Bauablauf kommt jetzt von Tim Richter, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wannsee. Er hat einen offenen Brief an das Grünflächenamt geschrieben, in dem er ausdrücklich darum bittet, das Vorgehen zu überdenken und die Sanierung so zu planen, dass zumindest ein Teil des Parkplatzes während der Sanierung offen bleibt. „Die Situation für die Schüler – gerade für die Erstklässler und deren Eltern – ist untragbar, wenn ein Zugang zur Schule nur noch über die Charlottenstraße möglich ist“, erklärt Richter.

Ganz zu schweigen von dem erwartbaren Rückstau in die Chausseestraße, der dann auch den öffentlichen Nahverkehr erheblich beeinträchtige. Schon heute sei die Parksituation im Umfeld sehr begrenzt. „Ohne eine behelfsmäßige Offenhaltung von Teilen des Parkplatzes an der Sportanlage Wannsee wird diese Lage noch sehr viel dramatischer werden“, so Richter. Darum seine Bitte, die Sanierung in zwei Schritten zu planen.

Arbeiten müssen in einem Zug erfolgen

Mareen Schellenberg, Bezirksstadträtin für Umwelt und Tiefbau erteilt der Bitte eine klare Absage. „Es muss hier hintereinanderweg über die gesamte Fläche gearbeitet werden“, sagt Schellenberg. Nennenswerte Arbeitspausen, die es sinnvoll machen könnten, einen verkehrssicheren Zwischenstand zum Parken zu erstellen, gebe es nicht. In Abschnitten zu arbeiten sei auch nicht möglich. Die Firma baue mit großem Gerät, wie Radlagern und Baggern, die mit Lkw angeliefert und abtransportiert werden. Zudem stelle die Firma einen Bauwagen und eine Toilette auf und müsse Abbruchmaterialien, Schüttgüter und Paletten mit Pflaster zwischenlagern. „Die Firmen sind bemüht, möglichst zügig zu arbeiten, damit der Parkplatz möglichst bald wieder zur Verfügung steht, aber Bauen erfordert seine Zeit“, so die Stadträtin.

Kompromiss für alle Nutzer gefunden

Bereits im Vorfeld hat es eine Debatte wegen der Sanierung des Parkplatzes gegeben. Der Platz wird vom Schul- und Sportamt verwaltet. Er gehört zum Stadion Wannsee und wurde ursprünglich für die Sportler und Stadionbesucher gebaut. Mittlerweile wird er aber auch von Eltern genutzt, die ihre Kinder zur Schule oder zum Kindergarten bringen oder von Kurzparkern, die eine Besorgung machen oder eine Gaststätte besuchen. Anwohner hatten nun befürchteten, dass sie nach der Sanierung dort nicht mehr parken dürften, weil es offiziell ein Parkplatz für das Stadion und die Sportler ist. In der Vergangenheit hatten sich Eltern, die ihre Kinder dort vom Sport abholen wollten, über die Fremdnutzer beklagt. Künftig, so Bildungsstadtrat Frank Mückisch (CDU), könnten alle den Stellplatz mit einer Parkscheibe für drei Stunden nutzen. Das gilt aber nicht bei großen Sportveranstaltungen. An diesen Tagen soll der Parkplatz nach wie vor den Sportlern vorbehalten bleiben.