Sport

Neue Pläne für Fitness-Platz im Schlosspark Lichterfelde

Die Idee gab es schon vor ein paar Jahren, jetzt hat der Runde Tisch Lichterfeld-West das Projekt wieder aufgegriffen.

Blick in den Schlosspark hinter dem Gutshaus Lichterfelde: Dort könnten schon bald Sportgeräte stehen

Blick in den Schlosspark hinter dem Gutshaus Lichterfelde: Dort könnten schon bald Sportgeräte stehen

Foto: katrin Lange / Katrin Lange

Berlin. „Es ist der richtige Zeitpunkt, etwas für Senioren und Jugendliche zu tun.“ Mit diesen Worten hat Veronika Mampel vom Stadtteilzentrum Steglitz kürzlich den Runden Tisch Lichterfelde West eröffnet. Es war das erste Treffen nach der Sommerpause und es stand ein Thema auf der Tagesordnung, das einige schon kannten. Nämlich die Frage: Lässt sich im Schlosspark Lichterfelde ein generationsübergreifender Fitness-Platz errichten? Vor knapp zehn Jahren wurde diese Frage schon einmal gestellt und mit Nein beantwortet. Kein Geld, hieß es aus dem Bezirk. Diesmal soll es klappen, mit Fördermitteln und Sponsoren.

Parcours bislang nur auf der Domäne Dahlem

Etwa 60 Fitness-Plätze gibt es derzeit in Berlin auf öffentlichen Grünflächen oder Straßenland. In Steglitz-Zehlendorf können Fitnessfreunde auf der Domäne Dahlem trainieren, einige einzelne Geräte stehen auch im Park hinter dem Einkaufszentrum Boulevard Berlin an der Schloßstraße und hinter dem Mehrgenerationenhaus Phoenix am Teltower Damm. Jetzt sei der Lichterfelder Schlosspark dran, sagt Veronika Mampel. Denn es sei ein belebter Ort, in dem es vom Jogger über Spaziergänger bis zum Patienten aus dem Charité-Klinikum „Benjamin Franklin“ genug Kundschaft gebe, die etwas für die Gesundheit machen wollen. Aus diesem Grund solle jetzt ein zweiter Versuch unternommen werden.

25.000 Euro für sieben Sportgeräte

Der neue Parcours wird nach derzeitigem Planungsstand mit sieben Sportgeräten ausgestattet sein. Mit der Firma Playfit, die diese Outdoor-Geräte anbietet, bestehen bereits Kontakte. Eine Vertreterin saß mit am Runden Tisch und kalkulierte allein den Anschaffungspreis der Geräte mit 25.000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für das Aufstellen und Befestigen. Ansonsten sollen die Geräte aus Edelstahl so gut wie wartungsfrei sein. Erfahrungen gibt es unter anderen aus dem Preußenpark in Wilmersdorf, in dem es seit 2007 einen Outdoor-Fitness-Platz gibt, „und die Geräte sehen immer noch toll aus“, so die Firmenvertreterin. Allerdings müsse regelmäßig der TÜV gemacht werden.

Jugendliche in Planung einbeziehen

Einig war man sich am Runden Tisch, von Anfang an die Jugendlichen und auch Schulen in die Planung einzubeziehen. So könnten in gemeinsamen Gesprächen Konzepte entstehen, sagt Anna Schmidt, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit am Stadtteilzentrum Steglitz. Wenn diese Vorarbeit abgeschlossen ist, soll das Projekt bei einem Nachbarschaftsfest vorgestellt werden.

Verschiedene Fördermöglichkeiten

Parallel dazu will der Runde Tisch Gespräche mit dem Grünflächenamt des Bezirks aufnehmen. Schließlich muss das Vorhaben genehmigt werden. Für die Finanzierung sollen Fördertöpfe des Landes, die für diese Aktivitäten zur Verfügung stehen, angefragt werden. So gibt es unter anderen Fonds für die „Soziale Stadt“ oder auch „Sport im Park“. Die Aktiven wollen aber auch Stiftungs- und Sponsorengelder einwerben. Denn diesmal soll es nicht am Geld scheitern.