Jubiläum

20 Jahre Stadtteilzentrum Steglitz: Jetzt wird gefeiert

Das Stadtteilzentrum Steglitz kümmert sich um den Kiez und die Kita im Gutshaus Lichterfelde. Am 22. Juni gibt es einen Kunstmarkt.

Anna Schmidt und Manuela Kolinski vom Stadtteilzentrum Steglitz auf der Treppe hinter dem Gutshaus.

Anna Schmidt und Manuela Kolinski vom Stadtteilzentrum Steglitz auf der Treppe hinter dem Gutshaus.

Foto: Katrin Lange

Steglitz-Zehlendorf. Die Brötchenteller vom Frühstück sind gerade abgeräumt, da beginnt auch schon die Vorbereitung für Kaffee und Kuchen. Auf der Terrasse machen die Damen von der Kreistanzgruppe ihre erste Pause in der Sonne, im Garten spielen Kitakinder auf der Wiese. „Ist es nicht schön hier“, sagt ein älterer Herr im Vorbeigehen.

Ja, das ist es. Seit 20 Jahren macht das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Nachbarschaftsarbeit im Gutshaus Lichterfelde am Hindenburgdamm 28. Das Jubiläum wird am 22. Juni mit einem Familienfest gefeiert.

Zehn verschiedene Gruppen

Vor 20 Jahren musste der ehemalige Betreiber der Kita im Gutshaus Steglitz Insolvenz anmelden. Drei Wochen hatten die Eltern Zeit, um einen neuen Platz für ihre Kinder zu finden. Anna Schmidt hatte damals auch ihre Tochter in der Kita und dachte, dass es auch einen anderen Weg geben müsse. Sie nahm Kontakt mit dem damaligen Nachbarschaftsverein Lankwitz auf und fragte, ob sie nicht die Kita übernehmen wollen.

Thomas und Veronika Mampel zögerten nicht, sondern starteten mit dem neuen Namen Stadtteilzentrum Steglitz durch. Anna Schmidt, gelernte Werbegrafikerin, kam über ein Projekt dazu und ist heute für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Von Anfang an dabei ist auch Manuela Kolinski. Sie ist die Projektleiterin im Gutshaus Lichterfelde.

Als sie anfing, gab es 20 Kitakinder und zwei Gruppen, die sich regelmäßig trafen: die kreative Malgruppe und die Canasta-Gruppe. Heute werden mehr als 70 Kinder bei den Schlosskobolden betreut, etwa zehn verschiedene Gruppen haben sich zusammengefunden.

Von Aquarellmalen bis Smartphone-Training

Den Canasta-Treff gibt es immer noch, aber ansonsten kommt die Nachbarschaft zum Aquarellmalen, Meditieren oder zum Smartphone-Training zusammen. „Viele sind in Rente oder kurz davor und überlegen, was sie mit ihrer Zeit anfangen können“, sagt Manuela Kolinski. Manche würden selbst einen Kurs oder ihre Unterstützung anbieten.

Jeden Tag hilft ein Ehrenamtlicher morgens in der Küche und bereitet die Brötchen vor, die später für einen Euro angeboten werden. Von 9 bis 17 Uhr sind die Türen des Gutshauses offen, abends nach Absprache. Es kämen Besucher aus Teltow, Reinickendorf oder Wedding, erzählt die Projektleiterin. Aber in erster Linie treffen sich Nachbarn – Studenten, Mütter, Klinikbesucher oder Patienten des Klinikums Steglitz.

Zum Jubiläum veranstaltet das Stadtteilzentrum Steglitz einen großen Kunstmarkt der Generationen auf den Parkwegen hinter dem Gutshaus. An etwa 80 Marktständen gibt es Collagen, Grafiken, Fotografien, Filz-, Stoff und Häkelarbeiten zu sehen und zu kaufen. Dazu ist ein Bühnenprogramm geplant.

Kunstmarkt der Generationen, 22. Juni, 12-18 Uhr, im Schlosspark Lichterfelde, Hindenburgdamm 28