Eröffnung

Neues FU-Institut für Chemie eröffnet

Am Dienstag wurde das sanierte Gebäude an der Freien Universität Berlin von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher übergeben.

Neuer Hörsaal, moderne Technik: Das Institut für Chemie der Freien Universität an der Arnimallee 22 vereint Forschung und Lehre.

Neuer Hörsaal, moderne Technik: Das Institut für Chemie der Freien Universität an der Arnimallee 22 vereint Forschung und Lehre.

Foto: Katrin Lange

Richtfest für einen Forschungsneubau für die Biologie in der vergangenen Woche, Eröffnung eines Institutsgebäudes für Chemie in dieser Woche – für den Präsidenten der Freien Universität Berlin Günter M. Ziegler könnte es gerade nicht besser laufen. Moderne Technik, räumliche Konzentration, Vertiefung und Vernetzung der Forschung und Lehre – kurz: Noch mehr Power für die Wissenschaft verspricht sich der Präsidenten von dem modernen Campus in Dahlem.

Zur Übergabe des sanierten Institutsgebäudes für Chemie und Biochemie war auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gekommen. „Mit diesem modernen, barrierefreien und energieeffizienten Gebäude tragen wir der gestiegenen Zahl von Studierenden und den höheren Anforderungen an Lehre und Forschung Rechnung“, sagte Lüscher zur Eröffnung im Hörsaal. Bei der notwendigen Sanierung wurden die ursprünglichen Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut und entsprechend der künftigen Nutzung als viergeschossiger Riegelbaukörper neu ausgebaut.

Senatsbaudirektorin bekommt viel Applaus aus dem Auditorium

Die Senatsbaudirektorin begründete noch einmal, warum das Gebäude aus den 60er-Jahren nicht einfach abgerissen und neu gebaut wurde. „Es geht um Nachhaltigkeit, auch um eine kulturelle Nachhaltigkeit“, sagt Lüscher. Das Gebäude widerspiegele den Zeitgeist, viele Erinnerungen würden darin stecken. Aus diesem Grund seien bei der Sanierung die Materialien so gewählt worden, dass sie eine Verbindung zur Entstehungszeit herstellen. Am Ende ihr kurzen Rede sagte Lüscher in Richtung der anwesenden Studenten: „Wir bauen gern weiter für euch, wir sanieren auch gern weiter für euch, das macht uns großen Spaß.“ Dafür bekam sie viel Applaus aus dem Auditorium.

Mit der Fertigstellung des Gebäudes ist der erste von insgesamt drei geplanten Bauabschnitten beendet worden. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt betrugen etwa 41 Millionen Euro, die Bauzeit lag bei knapp fünf Jahre. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen führte die Arbeiten im Auftrag der Senatskanzlei durch. Nutzerin ist die Freie Universität Berlin.

30 Labore, zwei kleine und ein großer Hörsaal

Am Standort Arnimallee 22 sind moderne Räume zum Forschen und Studieren entstanden. Auf den sanierten mehr als 10.000 Quadratmeter großen Nutzfläche stehen jetzt etwa 30 Labore, mehrere Seminarräume, zwei kleinere Hörsäle mit je 150 Plätzen und ein großer Hörsaal mit 600 Plätzen für Studierende zur Verfügung. Dazu kommen 50 Büros für die Fachbereichsverwaltung. Entstanden sind neue Treffpunkte, an denen sich Studenten austauschen und aufhalten können. Sie zeichnet ein klares schwarzes Design aus.

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um die umfangreiche Schadstoffsanierung und Modernisierung eines in den Jahren 1961/62 erbauten Institutsgebäudes. Möglich wurde dies durch den Umzug dort ansässiger Institute des Fachbereichs Humanmedizin zum Campus Charité Mitte in den Jahren 2012/13.