Steglitz-Zehlendorf

Berliner Polizei schickt SEK gegen militante Sprayer-Bande

Die Berliner Polizei hat am Freitagmorgen mit Hilfe des SEK zwei Wohnungen von mutmaßlichen Sprayern durchsucht.

Die Polizei durchsuchte zwei Wohnungen von Sprayern in Steglitz-Zehlendorf.

Die Polizei durchsuchte zwei Wohnungen von Sprayern in Steglitz-Zehlendorf.

Foto: imago stock&people

Die Berliner Polizei hat Freitagmorgen zwei Wohnungen von Sprayern in Steglitz und Zehlendorf durchsucht. Das teilte die Behörde über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Ermittlungen richteten sich gegen eine seit mehreren Jahren in Berlin agierende Sprayer-Bande, sagte ein Polizeisprecher. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) sei hinzugezogen worden, weil im Vorfeld eine Bedrohungslage bestanden habe. Das habe sich im Laufe des Einsatzes aber nicht bestätigt, so der Sprecher weiter.

Neben dem SEK waren Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) und der 13. Einsatzhundertschaft an den Durchsuchungen beteiligt. Weitere Angaben machte der Polizeisprecher mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Tausende Strafanzeigen gegen Sprayer in Berlin

In Berlin werden durch Graffiti jedes Jahr Millionenschäden verursacht. Besonders im Bahnbereich kommt es immer wieder zu Vandalismus. Auch im vergangenen Jahr gab es wieder Tausende Strafanzeigen. Das belegen Zahlen, die der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegen.

Im gesamten Bereich der Bundespolizeidirektion Berlin, welche für die Bundesländer Berlin und Brandenburg zuständig ist, wurden im Jahr 2018 demnach 3039 Strafanzeigen gestellt. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es 3082 Strafanzeigen, im Jahr 2017 waren es 3132 Strafanzeigen.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 278 Tatverdächtige ermittelt. Im Jahr zuvor waren es 371 Tatverdächtige und im Jahr davor 289 Tatverdächtige.