Auszeichnung

Die Firma Mahr EDV ist Berlins beliebtester IT-Arbeitgeber

Das Lichterfelder Unternehmen wurde Anfang des Jahres ausgezeichnet. Mitarbeiter schätzen das tolle Team und die freie Zeiteinteilung

Die beiden Geschäftsführer der Mahr EDV GmbH in Lichterfelde, Pascal Kube (l.) und Fabian Mahr.

Die beiden Geschäftsführer der Mahr EDV GmbH in Lichterfelde, Pascal Kube (l.) und Fabian Mahr.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Die Geburtstage folgen einem festen Ritual in der Firma Mahr EDV: Der Tisch ist am Morgen bereits gedeckt. Doch bevor die Torte angeschnitten und mit Saft oder Prosecco angestoßen wird, versammeln sich alle und gehen gemeinsam in das Büro des Mitarbeiters, der Geburtstag hat, und singen für ihn. Es ist die familiäre Atmosphäre, die viele loben, aber auch das tolle Team oder die freie Zeiteinteilung – alles Gründe, warum das Lichterfelder Unternehmen Mahr EDV Anfang des Jahres als beliebtester IT-Arbeitgeber Berlins ausgezeichnet wurde.

Damit beginnt das neue Jahr für das 1999 gegründete Unternehmen so wie das alte endete: mit einer Ehrung. Nach dem „Großen Preis des Mittelstands 2018“, folgte nun die Auszeichnung als „Top-Arbeitgeber 2019“, die von Focus Business verliehen wird. Die Auszeichnung basiert auf einer Studie, die mit dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu erstellt wird. Unter etwa 750.000 Unternehmen mit elf bis 500 Angestellten werden einmal im Jahr die besten mittelständischen Arbeitgeber Deutschlands ermittelt. Deutschlandweit belegt Mahr EDV in der Branche den 39. Platz von 729 ausgezeichneten Unternehmen. In dem aktuellen Ranking, das die Branchen Telekommunikation und IT zusammenfasst, landet Mahr EDV in Berlin mit der höchsten Punktzahl sogar auf dem ersten Platz.

Der Firmensitz ist in der ruhigen Paulinenstraße 8 in einer 1903 erbauten, herrschaftlichen Villa. Die drei Damen vom Büro sitzen gleich hinter der Eingangstür, bereit, jeden Gast zu empfangen. Mehr Frauen sind an diesem Vormittag nicht zu sehen. Dafür viele junge Männer – Computerfreaks, die an ihren Rechnern sitzen oder in einer Schulung. Der größte Freak ist mit Sicherheit der Chef selbst: Fabian Mahr. Der 37-Jährige bekam seinen ersten Computer, als er in der Grundschule war und begann selbst Spiele zu entwickeln, zum Beispiel die Software für ein Schachspiel. Während des Abiturs in Steglitz war er schon halbtags als System-Administrator beschäftigt und noch im ersten Studienjahr an der Technischen Universität (TU), mit 18 Jahren, gründete er sein eigenes Unternehmen.

Heute ist er gemeinsam mit Pascal Kube Chef von 75 Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet EDV-Dienstleistungen an. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass IT-Systeme störungsfrei laufen. Sie beheben Probleme oder überwachen die Systeme permanent, damit es gar nicht erst zu Ausfällen kommt. Zu den Kunden gehören Autohäuser, Rechtsanwälte, Immobilien- und Reinigungsunternehmen und auch das produzierende Gewerbe. Die meisten Mitarbeiter sind ständig unterwegs bei den Kunden. Zweimal pro Monat versammeln sich aber alle zum Team- und Firmen-Event. „Für viele ist der Beruf auch ein Hobby", sagt Fabian Mahr. Leidenschaft sei wichtig. Nur dann könne man gut sein.

„Viel Arbeit, viel Spaß“ hat ein Mitarbeiter auf dem Bewertungsportal geschrieben. Und dass ist offenbar der Grund für das gute Klima. „Ich will die Stunden auf Arbeit mit Menschen verbringen, die Spaß haben und glücklich sind“, sagt Fabian Mahr. Zufriedenheit sei daher ein wichtiges Kriterium. Denn nur zufriedene Mitarbeiter könnten auch die Kunden begeistern. Wer neu ist, wird nicht ins kalte Wasser geworfen. Drei bis sechs Monate dauert die Einarbeitungszeit, je nach vorhandener Qualifikation. In dieser Zeit läuft der „Neue“ mit einem Mentor mit, lernt die Kunden kennen, bevor er eigene bekommt.

Jeder legt sich seine Kundentermine so, dass er Privat- und Berufsleben vereinbaren kann. Mahr, selbst Vater von fünf Kindern, davon vier kleinen im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren, weiß wie wichtig das Thema für die Zufriedenheit ist. Es gibt aber noch andere Punkte, mit der die Firma ihre Mitarbeiter gewinnen und halten will. Für die Weiterentwicklung steht jedem Angestellten pro Jahr ein Budget von 6000 Euro zur Verfügung. "Gerade in unserer Branche ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein", sagt Mahr. Die Mitarbeiter dürfen die Firmenwagen auch privat nutzen. Und wer Sport treiben will, bekommt von dem Unternehmen das Fitness-Studio bezahlt. Dafür sind nach dem Training dann Kuchen, Plätzchen und Süßigkeiten überall in der Firmen-Villa griffbereit.