Insolvenz

Möbelhaus Anderle schließt wieder in Lichterfelde

Nach langem Leerstand am Ostpreußendamm zog Anderle in das ehemalige Möbelhaus. Nach einem Jahr ist schon wieder Schluss.

Das Möbelhaus Anderle schließt nach einem Jahr am Lichterfelder Ostpreußendamm.

Das Möbelhaus Anderle schließt nach einem Jahr am Lichterfelder Ostpreußendamm.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Am Sonnabendnachmittag war kein Parkplatz mehr vor dem Möbelhaus Anderle am Ostpreußendamm zu bekommen. An der Einfahrt stauten sich die Autos, viele mussten weiterfahren und woanders einen Parkplatz zu suchen. Erst vor einem Jahr hatte das Möbelhaus in Lichterfelde eine Filiale eröffnet. Jetzt heißt es schon wieder: Alles muss raus. Nach mehr als 40 Jahren hat die Firma Anderle GmbH beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Aus diesem Grund muss der komplette Warenbestand auf einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche verkauft werden.

Die Verkäufer waren am Sonnabend die am meisten gesuchten Personen. Während ein erster Rabatt auf dem Preisschild angezeigt war, mussten die Kunden den endgültigen Preis beim Verkäufer erfragen. Mit bis zu 70 Prozent Rabatt wirbt das Familienunternehmen. Das lockte viele Kunden in das Haus, die sich vorbei an Polstergarnituren, Sesseln, Tischen und Schränken schoben. Verkäufer waren damit beschäftigt, Sofas in große Schutzfolien zu verpacken, Verträge wurden unterschrieben. Im Angebot waren auch Dekoratives für Küche und Bad, sowie Bilderrahmen, Regale, Vasen.

Fünf Jahre stand das Gelände am Ostpreußendamm 84a-85a leer. Zuvor wurde das Haus jahrelang vom "Möbelhof in Lichterfelde" genutzt. Nachdem das Unternehmen schließen musste, fand sich lange kein Nutzer für das Haus. Bis sich Anderle im Dezember 2017 entschloss, neben der Filiale in Tegel eine zweite im Südwesten zu eröffnen.

Der totale Insolvenzverkauf wegen endgültiger Firmenschließung läuft weiter von Montag bis Freitag, 10 bis 19 Uhr, und Sonnabend, 10 bis 18 Uhr.