Wasserwerk

Ruine vom Wasserwerk wird abgerissen

Das Wasserwerk Riemeisterfenn brannte im November aus. Seit 1995 ist es nicht mehr am Netz, seit sechs Jahren steht das Haus leer.

Das Wasserwerk Riemeisterfenn in der Nähe der Krummen Lanke ist total ausgebrannt und wird abgerissen 

Das Wasserwerk Riemeisterfenn in der Nähe der Krummen Lanke ist total ausgebrannt und wird abgerissen 

Foto: Isabell Jürgens

Berlin. Vom Wasserwerk Riemeisterfenn in der Nähe der Krummen Lanke ist nur noch eine Ruine übrig. In der Nacht zum 8. November brannte das Gebäude komplett aus. „Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei, es wird Brandstiftung vermutet“, sagt Astrid Hackenesch-Rump, Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe auf Anfrage.

Das zerstörte Gebäude solle jetzt abgerissen werden. Allerdings werde das einige Zeit in Anspruch nehmen, denn der unterhalb des Werkes gelegene Brunnen soll wieder in Betrieb genommen. Dazu müssten unterirdische Rohrleitungen vom Wasserwerk getrennt und anders verlegt werden. Diese Arbeiten werden in den nächsten Jahren beginnen.

Feuerwehr hatte Schwierigkeiten bei der Löschwasserzufuhr

Die Feuerwehr war um 0.30 Uhr zu dem in Brand stehenden Wasserwerk gerufen worden. Die Feuerwehr hatte offenbar Schwierigkeiten bei der Löschwasserzufuhr, denn das Wasser musste schließlich aus der Krummen Lanke entnommen werden. Das Haus war mit Reet gedeckt, das entsprechend schnell gebrannt hat. Die Feuerwehr hat vor Ort entschieden, dass Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen und lediglich den Baumbestand ringsum zu sichern“, sagt Astrid Hackenesch-Rump.

Das 1955 erbaute Wasserwerk hat das Gebiet Grunewald und Zehlendorf gemeinsam mit dem Wasserwerk Beelitzhof versorgt und wurde seit 1984 von Beelitzhof überwacht. 1995 wurde es vom Netz genommen. Seit der Stilllegung hat es eine wechselvolle Geschichte erfahren. Im Jahr 2007 eröffnete das Lokal „Waldhaus Ostermann“ im ehemaligen Wasserwerk.

Sechs Jahre lang war es täglich geöffnet. Auch für Privatfeiern sei der Ort gern genutzt worden, so die Sprecherin der Wasserbetriebe. 2009 zog außerdem ein Wald-Café mit in die Location. Dann sollte auch noch Kunst dazukommen: 2011 versuchte ein Lichtkünstler einen Kunstraum zu installieren. „Er scheitert allerdings an den Auflagen des Berliner Senats, die das Naturschutzgebiet vor weiteren Um- und Ausbauarbeiten sowie zu viel Publikumsverkehr bewahren wollen“, sagt Hackenesch-Rump. Seit 2012 ist die Gastronomie geschlossen. Sechs Jahre stand es leer.

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