Schloßstraße

Deshalb hat der Steglitzer Kreisel gerade "Löcher"

Der Umbau des Hochhauses an der Schloßstraße ist in vollem Gange. Aber warum sind auf der Baustelle derzeit auffällige Löcher zu sehen?

Durch die Öffnungen in der Fassade wird altes Material vom Abbruch entsorgt.

Durch die Öffnungen in der Fassade wird altes Material vom Abbruch entsorgt.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Seit April dreht sich auf dem Dach des Steglitzer Kreisels der Kran. Der Umbau des 120 Meter hohen Gebäudes an der Schloßstraße zu einem Wohnturm wird von vielen Passanten und Anwohnern mit einem täglichen Blick auf die Baustelle begleitet.

Noch ist die alte Glasfassade weithin sichtbar. Nur an einigen Stellen fehlen schon Teile. Sie wurden durch Holzelemente ersetzt. Diese haben jedoch noch nichts mit der neuen Fassade zu tun, die wieder überwiegend aus Glas bestehen wird. Doch wozu dann die „Holzfenster“?

An diesen Stellen sei die Fassade für den Abtransport von Abbruchmaterial geöffnet worden, erklärt Bernd Bolius, Pressereferent der CG-Gruppe. Derzeit werde der Fußbodenaufbau in dem Hochhaus zurückgebaut und entsorgt. Auch der Putz von den Stahlträgern müsse noch entfernt werden. Das alte Baumaterial wird dann auf der Straßenseite über die Klettermastbühnen – Gerüste mit einer fahrbaren Plattform – und mit einem Baukran auf die Schwerlastbühne in der Schloßstraße befördert. Das dort zwischengelagerte Material wird mit einem mobilen Teleskop-Lader auf Lkw verladen und abtransportiert.


Im Moment läuft auch noch der Aufbau weiterer Klettermastbühnen rings um das Hochhaus. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die alte Fassade deinstalliert werden. „Diese wird in Teilen von oben nach unten abgenommen“, erläutert Bolius.


Bis 2022 entstehen in dem ehemaligen Bürohochhaus des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf 330 Eigentumswohnungen. Sie verteilen sich über 30 Etagen und sind zwischen 30 und 300 Quadratmeter groß. Je höher die Wohnungen desto größer sind sie. Unter dem Dach sind Lofts über zwei Etagen geplant. Bauherr ist die CG-Gruppe, die etwa 180 Millionen Euro in den Umbau investiert. Neben den Wohnungen entstehen im Sockel des jetzt „ÜBerlin“ genannten Hochhauses Läden, Büros und Freizeiteinrichtungen.

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