Geisterhaus

Gericht entscheidet über Geisterhaus

Seit 15 Jahren steht das Haus am Gardeschützenweg 3 leer. Der Ausschuss berät über die Sicherheit. Bei Gericht laufen Verfahren.

Das Haus am Gardeschützenweg 3 verfällt weiter

Das Haus am Gardeschützenweg 3 verfällt weiter

Foto: Katrin Lange

Berlin. Seit 15 Jahren steht das Haus am Gardeschützenweg 3 - auch Geisterhaus genannt - leer und verfällt. Nachdem bereits Fassadenteile abgefallen sind, hat der Bezirk einen Bauzaun und einen überdachten Gang für Passanten errichtet. Die Fraktion der Linken hat im jüngsten Stadtplanungsausschuss jährliche Sicherheitsprüfungen auf Kosten des Eigentümers gefordert. Der Antrag wurde abgelehnt. "Wir führen weiter wie bisher Sicherheitskontrollen vor Ort durch", sagt Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU). Viel mehr könne sie im Moment nicht tun.

Um zu einer Lösung zu kommen, würden derzeit mehrere Gerichtsverfahren laufen, sagt die Bezirksbürgermeisterin. Da sie aber noch nicht abgeschlossen seien, könne sie sich nicht dazu äußern. "Es ist ärgerlich, dass es nicht möglich ist, mit normalen Mitteln gegen den Leerstand und den Verfall vorzugehen", sagt Richter-Kotowski.

Der Eigentümer hatte in der Vergangenheit immer wieder versprochen, das Haus zu sanieren. Getan hat sich bislang nichts. Auch die Androhung eines Zwangsgeldes konnten ihn nicht dazu bewegen, die Wohnungen in dem Haus wieder herzustellen.

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