Botanischer Garten

Millionen Lichter: Alle Infos zum "Christmas Garden"

Im Botanischen Garten weihnachtet es bald wieder. Für die Besucher wird der zwei Kilometer lange Rundweg neu konzipiert.

Berlin. Am 15. November gehen Millionen Lichtpunkte im Botanischen Garten an und verwandeln Seen, Gewächshäuser und Bäume in eine märchenhafte Kulisse. Zum vierten Mal können sich die Besucher nach Einbruch der Dunkelheit auf die Reise durch den „Christmas Garden“ begeben zu Sternenwiesen, Glockenspielen und Rentieren. Allein im vergangenen Jahr kamen 140.000 Besucher, um das Lichtspektakel zu sehen.

Karten können unter www.christmas-garden.de, an der Kasse des Botanischen Gartens und an allen Vorverkaufskassen sowie auf www.myticket.de erworben werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 17 Euro, ermäßigt 14,50 Euro.

Neu in diesem Jahr ist das Flexticket

Der Vorteil am Vorverkauf: Besucher können sich ihre Wunsch-Einlasszeit sichern. Gerade an den Werktagen kann es zwischen 16.30 und 19.30 Uhr ziemlich voll werden, ebenfalls am Wochenende ist der Andrang groß. Das hat die Erfahrung aus den vergangenen Jahren gezeigt.

Neu ist in diesem Jahr ein Flexticket, mit dem man den Christmas Garden einmalig an einem beliebigen Tag und in jedem beliebigen Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeiten besuchen kann. Das Flexticket eignet sich deshalb auch gut als Geschenk, die Anzahl ist jedoch limitiert.

Eigene Kompositionen für die Lichtskulpturen

Mit 32 Lichtinstallationen ist der zwei Kilometer lange Rundweg noch umfangreicher als in den Vorjahren ausgestattet. „Es ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung, neue Attraktionen zu finden“, sagt Lutz Grotehöfer, Geschäftsführer von Concert Concept, einem Tochterunternehmen der Deutsche Entertainment AG (DEAG), die die Lichtshow veranstaltet. So sollten Familien mit Kindern, aber auch Paare und ältere Menschen von der Lichtkunst angesprochen werden.

Für die Ausgestaltung des Rundwegs ist in diesem Jahr wieder Lichtdesigner Andreas Boehlke zuständig. Auch er betont, dass in diesem Jahr „soviel Technik wie noch nie zum Einsatz kommt“. Allein 24.000 Meter Kabel und Leitungen müssen verlegt werden. Neu in diesem Jahr ist, dass die Millionen Lichtpunkte in Einklang mit der Musik gebracht werden. Dafür wurde eine musikalische Untermalung für die Installationen komponiert. So tanzen Laserstrahlen zu mystischen Tönen, Wiesen schwingen im Takt von Weihnachtsklängen.

Ein besonderes Erlebnis ist die Kathedrale des Lichts

Eines der audiovisuellen Highlights ist eine Kathedrale des Lichts. Der Besucher läuft durch einen Torbogen und nimmt einen 30 Meter langen Weg, in dem die Lichter erst sehr nah sind, sich in der Mitte aber in einer Höhe von 6,50 Meter befinden und dann wieder nach unten kommen. Dazu tauchen sie ein in einen Sound, „der ihnen die Anmutung gibt, mitten im Geschehen zu sein“, sagt Boehlke.

Neu sind auch verschiedene Welten, die erschaffen werden. Dazu gehört zum Beispiel die Vogelwelt. So werden aus den Bäumen zum Beispiel Vogelstimmen kommen. „Es war gar nicht so einfach, den Piepmatz und den richtigen Beat zusammenzubekommen“, erzählt der Lichtdesigner über die Herausforderung. Mit einer Überraschung wartet die Wasserwelt auf. Dort soll es einen Besuch aus Loch Ness geben. Mit Lichterketten dekorierte Stämme verwandeln sich in Baumwelten.

Es wird aber auch wieder viele Attraktionen geben, die die Besucher schon aus den vergangenen Jahren kennen und mögen. Dazu gehört die schon berühmte Hängebuche, die absolut unglaublich aussieht. Und natürlich der Wunschbaum, an dem Kinder kleine Zettel mit ihren Weihnachtswünschen anhängen können.

Vielleicht erfüllt sich ja der eine oder andere. Nach dem Rundgang können sich die Besucher in einer Almhütte, zum Beispiel mit Käsefondue, Eintöpfen und heißen Getränken, aufwärmen. Wer sich noch weiter an der kalten Winterluft bewegen will, kann Schlittschuhe mitbringen oder sie vor Ort ausleihen und noch ein paar Runden auf der 300 Quadratmeter großen Eisfläche ziehen. An einigen Ständen vor dem Großen Tropenhaus gibt es Glühwein, Punsch, Crepes und Bratwurst.

Fünfte Jahreszeit im Botanischen Garten

Mit dem Christmas Garden habe der Botanische Garten eine fünfte Jahreszeit hinzugewonnen, sagt Gartendirektor Thomas Borsch. „Von Frühling bis Winter verwandelt sich der Garten ständig – und mit dem Lichterspaziergang bieten sich nun auch nach Einbruch der Dämmerung völlig neue Ansichten unserer einzigartigen Anlagen“, so Borsch. Seit der Premiere im Jahr 2016 kamen etwa 400.000 Besucher in den Christmas Garden in Berlin.

Christmas Garden, 15. November bis 5. Januar 2020, tgl. von 16.30 Uhr bis 22 Uhr. Karten unter www.christmas-garden.de, an der Kasse des Botanischen Gartens und an allen Vorverkaufskassen sowie auf www.myticket.de. Eintritt für Erwachsene ab 17 Euro, ermäßigt ab 14,50 Euro.