Personalnotstand

Jugendamt kann Aufgaben bis Juni nicht erfüllen

40 freie Stellen werden erst im Laufe dieses Jahres besetzt. Einige Hilfeleistungen können derzeit nicht angeboten werden

Das Jugendamt in Steglitz-Zehlendorf kann bis zum 30. Juni 2016 einige Aufgaben nicht mehr erfüllen. Das geht aus einem Schreiben der Amtsleiterin Doris Lehmann hervor, das der Berliner Morgenpost vorliegt und das an die Schulaufsicht, das Jobcenter, das Sozialamt und drei Amtsgerichte gegangen ist. Lehmann begründet die Tatsache, das "derzeit kein ordnungsgemäßer Dienstbetrieb" gewährleistet werden könne, mit einem Personalnotstand. Sowohl in der Verwaltung als auch im Sozialdienst sei etwa jede sechste Stelle unbesetzt.

Dass Mitarbeiter fehlen, bestätigt auch Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU). Aus diesem Grund habe es Ende des Jahres Gespräche mit der Jugendstadträtin gegeben, so Kopp. Er habe Stellen in großem Umfang zur Besetzung freigegeben. Die Ausschreibungen liefen, doch es könne sein, dass sich das Besetzungsverfahren bis zum Sommer hinziehe. Auch die zuständige Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) bestätigte, dass etwa 40 Leute aufgrund der Personalsperre fehlen.

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