Berliner Mauer

Gedenken an die Berliner Mauertoten in Spandau

Von links nach rechts: Karl-Heinz Bannasch von der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau, Bezirksstadtrat Thorsten Schatz (CDU), Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner (SPD) und BVV-Vorsteherin Ina Bittroff (SPD) gedenken den Mauertoten.

Von links nach rechts: Karl-Heinz Bannasch von der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau, Bezirksstadtrat Thorsten Schatz (CDU), Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner (SPD) und BVV-Vorsteherin Ina Bittroff (SPD) gedenken den Mauertoten.

Foto: Dennis Meischen / BM

Zum 61. Mal wurde am Freitag den Opfern der gewaltsamen Teilung an der Grenze zum ehemaligen West-Staaken gedacht.

Berlin.  Am Freitag wurde zum 61. Mal an der Grenze zum ehemaligen West-Staaken in Spandau an den Bau der Berliner Mauer erinnert und den Opfern der gewaltsamen Teilung in Berlin und vor allem auch in Spandau gedacht. Das Spandauer Bezirksamt führt dieses Gedenken traditionell zusammen mit der Heimatkundlichen Vereinigung an der gemeinsam betriebenen Gedenkstätte an der Heerstraße Ecke Bergerstraße im Schatten des ehemals getrennten Hahnebergs durch. Am 13. August 1961 war mit dem Bau der Berliner Mauer durch die SED-Führung der DDR begonnen worden.

Nach Redebeiträgen von Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner (SPD), Bezirksbaustadtrat Thorsten Schatz (CDU), dem Vorsitzenden der Heimatkundlichen Vereinigung, Karl-Heinz Banasch, und der Lokalhistorikerin Ines Oberling wurden von knapp vier Dutzend Gästen Kränze und Blumen niedergelegt. Zuvor waren auch die Namen der Grenztoten aus Spandau laut verlesen worden.

Spandauer Ortsteil Staaken zwischen 1945 und 1990 geteilt

„Durch den Mauerbau begann 1961 eine Eiszeit mitten im Sommer, die Menschen und Familien voneinander trennte“, sagte die promovierte Historikerin Brückner während der Veranstaltung. „Heute wie morgen zeigt dieses Ereignis, dass Freiheit und Demokratie nichts Selbstverständliches sind, sondern sie von engagierten Menschen erkämpft, verteidigt und erhalten werden müssen.“

Seit 1945 war auch der heutige Spandauer Ortsteil Staaken geteilt und Bestandteil der Grenze. Aufgrund eines Gebietsaustauschs zwischen Briten und Sowjets wurde das so genannte West-Staaken der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen. 1990 kam es somit auch in Spandau zu einer „kleinen Wiedervereinigung“.

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