Grünanlage

Neue Hundeauslauffläche am zukünftigen Jonny-K.-Aktivpark

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Der Egelpfuhlpark im Spandauer Ortsteil Staaken wird in den kommenden Jahren zum Jonny-K.-Aktivpark umgebaut. 

Der Egelpfuhlpark im Spandauer Ortsteil Staaken wird in den kommenden Jahren zum Jonny-K.-Aktivpark umgebaut. 

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

1500 Quadratmeter großes Areal in Wilhelmstadt soll das sichere Spielen von Hunden gewährleisten.

Berlin.  Eine gute Nachricht für die Herrchen und Frauchen des zweithundereichsten Bezirks Berlins: Das Bezirksamt Spandau hat an der Lutoner Straße in der Grünanlage Egelpfuhlwiesen in Wilhelmstadt unweit des zukünftigen Jonny-K.-Aktivparks eine neue Hundeauslauffläche eingerichtet. Das circa 1500 Quadratmeter große Areal wurde nun von Bezirksbaustadtrat Thorsten Schatz (CDU) und seinem Amtsvorgänger Frank Bewig (CDU) der Öffentlichkeit übergeben. Auf Bewig ging die Idee der Hundefreilauffläche maßgeblich zurück.

„Auch in einer Großstadt wie Berlin brauchen Hunde sichere Orte zum Spielen und zum freien Toben“, sagte Schatz während der Einweihung. „Im Zuge der kommenden Baumaßnahmen werden wir den Platz unter anderem noch um Sitzgelegenheiten und Mülleimer erweitern.“ Es würde ihn sehr freuen, wenn sich engagierte Menschen finden würden, die eine Patenschaft für den Platz übernehmen würden, so der Stadtrat: „Auch zukünftig möchte ich schauen, wo wir weitere solcher sicheren Flächen für Hunde zum Spielen und Toben in Spandau einrichten können.“

Das Gelände ist mit einem Stabgitterzaun mit zwei Eingangstüren umgeben, sodass ein sicheres Spielen der Vierbeiner gewährleistet werden soll. Es wurde auf dem Methanoxidationsfeld (MOF), welches 2021 von der BSR zur Ableitung und Neutralisierung des Methangases aus der ehemaligen Mülldeponie gebaut wurde, errichtet. Für die höhenmäßige Anbindung des MOF an den Bestand hat das Bezirksamt für Boden- und Rasenarbeiten rund 20.000 Euro finanziert. Die Kosten für den Zaun beliefen sich auf 18.400 Euro. Somit belaufen sich die derzeitigen Gesamtkosten für die Fläche auf rund 38.400 Euro.

Jonny K. wurde vor zehn Jahren am Alexanderplatz getötet

Die Anlage ist dabei nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Umgestaltung des Egelpfuhlparks zum Jonny-K.-Aktivpark, der perspektivisch einmal zu einem Grünerholungszentrum mit Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren werden soll. Nachdem Anfang des Jahres erste Baumfälllarbieten für das Projekt begannen, soll dieses nun im Sommer 2024 fertig sein.

Geplant sind unter anderem ein sportlicher „Multicourt“ für mehrere Ballsportarten, eine sogenannte Calisthenics-Anlage, auf der verschiedene Eigengewichtsübungen möglich sind, ein Boxsack, Trampoline und Tischtennisplatten. Hinzu kommen ein Parktheater mit Sitzstufen für Open-Air-Veranstaltungen, eine Spiellandschaft mit Kletterparcours und sogar eine Bergspitze mit Aussichtsplattform. Die Gesamtkosten für die Neuanlage werden mit rund sieben Millionen Euro kalkuliert.

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Seit 2018 schon plant der Bezirk Spandau, dem getöteten Jugendlichen Jonny K. aus Staaken mit einem Park zu gedenken. In der Nacht zum 14. Oktober 2012 war der damals 20-Jährige Jonny K. durch Kopf-Tritte tödlich verletzt worden, nachdem er einem Bekannten bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung nahe des Berliner Fernsehturms zur Hilfe kommen wollte. K. und seine beiden Schwestern wohnten damals in unmittelbarer Nähe der hierfür ausgewählten Grünfläche.

Jonny-K.-Aktivpark: Ein „Grüner Ring“ für Spandau

Die Maßnahme ist zudem Teil eines größer angelegten „Grünen Rings“ durch die Spandauer Ortsteile Staaken und Wilhelmstadt, der vom Hahneberg mit der Naturschutzstation über den Amalienhofgraben und den Bullengrabengrünzug weiter zum geplanten Jonny-K.-Aktivpark, den Egelpfuhlwiesen und dem Langen Becken führen soll.

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