Neubau

Spandau: WBM baut Flüchtlings-Unterkunft am Askanierring

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Dennis Meischen
So soll der WBM-Neubau an der Schülerbergstraße einmal aussehen.

So soll der WBM-Neubau an der Schülerbergstraße einmal aussehen.

Foto: DMSW Architekten / BM

Nahe den „Alexander Barracks“ entsteht bis 2024 Wohnraum für Menschen mit Fluchterfahrung in Ein- bis Fünfzimmerwohnungen.

Berlin. Auf einem Grundstück im Norden des Bezirks Spandau errichtet die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) einen Neubau, der in der Erstnutzung Wohnraum für Menschen mit Fluchterfahrung bieten soll. Im Anschluss werden die Ein- bis Fünfzimmerwohnungen dann aber über den allgemeinen Wohnungsmarkt weiter vermarktet. Generalunternehmer des Projekts ist die Bateg GmbH.

„Wohnraum in Berlin ist knapp und diejenigen, die eine Flucht hinter sich haben, wollen an- und unterkommen“, sagt Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM, „die WBM leistet ihren sozialen Beitrag und schafft mit 128 neuen Wohnungen wichtigen Wohnraum für bis zu 570 Geflüchtete.“ Die beiden Baukörper des Neubaus entstehen dabei auf dem westlichen Grundstücksbereich an der Ecke Askanierring/Schülerbergstraße, angrenzend an die Wohnbebauung der Schönwalder Straße. Von den 128 Wohnungen wird knapp die Hälfte barrierefrei gestaltet.

WBM: Neubau am Askanierring soll bis 2024 fertig sein

Neben Räumen im Erdgeschoss, die als Sondernutzflächen voraussichtlich zusammen mit der lokalen Volkshochschule für Sprachintegration und Gesundheitsbildung der Geflüchteten entstehen, soll es auch einen großen Multifunktionsraum für bis zu 100 Personen geben. Dieser Ort soll der Begegnung und dem Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung und der Anwohnerinnen und Anwohner dienen. Auch ein begrünter Wohnhof sowie Fahrradabstellplätze im EG und in den Freianlagen sind Teil des Projekts. Baubeginn ist im Juli, die Fertigstellung des Komplexes ist für April 2024 geplant.

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Auf dem östlichen Teilgrundstück befindet sich die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Schülerbergkaserne, bekannt als „Alexander Barracks“, die seit 2020 als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Berlins für Geflüchtete genutzt wird. Auf dem nördlichen Areal des Geländes soll bis 2025 eigentlich der geplante Pflegecampus von Vivantes und Charité entstehen, doch gibt es nach wie vor politischen Streit um den Zuschnitt des Pflegecampus im Verhältnis zu den anderen Mietern auf der Fläche.

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