Bildung

Rechnung nicht bezahlt: Spandauer Schule ohne Internet

Der Internet-Anschluss einer Spandauer Grundschule wurde kurze Zeit gesperrt. Der Bezirk weist die Schuld dafür aber von sich.

In der Spandauer Grundschule am Ritterfeld hat der Internet-Anschluss mehrere Tage nicht funktioniert. Grund war eine nicht bezahlte Rechnung.

In der Spandauer Grundschule am Ritterfeld hat der Internet-Anschluss mehrere Tage nicht funktioniert. Grund war eine nicht bezahlte Rechnung.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Der Spandauer Grundschule am Ritterfeld ist der Internet-Anschluss gesperrt worden, weil eine Rechnung nicht bezahlt wurde. Das hat Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Helmut Kleebank (SPD) nun auf Anfrage des CDU-Bezirksverordneten Patrick Wolf bestätigt. Demnach stand der Schule das Internet für „wenige Tage“ nicht zur Verfügung. Zuständig für das Bezahlen der Rechnungen ist das Schul- und Sportamt. Dass die Ursache für die Sperrung des Anschlusses bei dem Amt liegt, weist Kleebank dennoch zurück.

Aufmerksam darauf, dass die Internetverbindung nicht mehr funktionierte, habe der Schulleiter das Schulamt gemacht. Daraufhin sei der offene Betrag angewiesen worden, schreibt Kleebank, wobei er betont, dass „weder Rechnung noch eine Mahnung vorlagen“. Stattdessen ist die Rede von Problemen bei der Rechnungszustellung beim Internetanbieter Vodafone. Diese sei demnach nicht wie gewohnt als Brief bei dem Amt eingegangen, obwohl diese Auswahl im dazugehörigen Account getroffen wurde.

Amt plant Gespräch mit Telekommunikationsanbieter

Um zu verhindern, dass eine solche Situation noch einmal auftritt, seien die zuständigen Mitarbeiter angehalten, „sich täglich in den Vodafone-Account einzuwählen, um zu prüfen, ob eine Rechnung vorliegt, was einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeutet und personelle Ressourcen unnötig bindet“, so Kleebank. Er verweist dabei auf die Vielzahl an Anschlüssen, die das Amt nutze. Geplant sei deshalb ein Besprechungstermin mit dem zuständigen Vodafone-Betreuer, „um einen deutlich strafferen Geschäftsprozess zu initiieren“.

Wolf sieht das Ganze als „menschlichen Fehler“. Es könne passieren, dass eine Rechnung übersehen werde, weil sie etwa nur digital zugestellt wurde. „Dem Anbieter die alleinige Schuld zuzuweisen, ist denke ich aber nicht der richtige Weg“, so Wolf, der zudem auf die Bedeutung des Internets an Schulen hinweist – gerade während der Corona-Pandemie, wenn Präsenzunterricht nicht immer möglich ist. „Die Lehrer sollen im Zweifel E-Learning betreiben“, so Wolf. Dazu müssten sie auch die Ressourcen nutzen können, „sonst findet der Unterricht am Ende gar nicht mehr statt“.