Fertigstellung 2021

Für 64 Millionen: Vivantes-Logistikzentrum feiert Richtfest

In Spandau wird seit Januar an einem Logistik- und Versorgungszentrum des Klinikkonzerns Vivantes gebaut. 2021 soll es fertig werden.

In Spandau entsteht ein großes Logistikzentrum des Klinikkonzerns Vivantes. So sieht der Plan dafür aus.

In Spandau entsteht ein großes Logistikzentrum des Klinikkonzerns Vivantes. So sieht der Plan dafür aus.

Foto: Vivantes

Berlin. Bis der Bau der fast 4000 Wohnungen auf der Insel Gartenfeld in Spandau beginnt, wird es wohl noch dauern. Bereits gestartet sind dort aber die Arbeiten für ein neues Logistik- und Versorgungszentrum des kommunalen Klinikkonzerns Vivantes. Seit Januar wird an dem Vorhaben, das Vivantes zufolge insgesamt rund 64 Millionen Euro kosten soll, gebaut. In dieser Woche wurde nun Richtfest gefeiert. Man liege damit im Zeitplan, erklärte Eibo Krahmer, Vivantes-Geschäftsführer für Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung.

Das neue Zentrum, das mit 25 Millionen Euro vom Land Berlin gefördert wird, besteht aus mehreren Gebäuden. Mit diesem Komplex will Vivantes künftig die Logistik- und Versorgungsaufgaben verschiedener Kliniken an einem Standort bündeln, Geschäftsführer Krahmer verspricht sich davon effizientere Abläufe. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) verwies in einer Mitteilung zudem darauf, dass „durch den Neubau perspektivisch weitere Flächen zur Patientenversorgung in der wachsenden Stadt“ entstehen würden.

Von Spandau aus werden künftig Patienten versorgt

Konkret wird auf der Insel Gartenfeld auf rund 8350 Quadratmetern Geschossfläche ein Lager für Klinikmaterial gebaut, welches dort zudem für die Versorgung der Krankenhäuser zusammengestellt wird. In einem weiteren Gebäude ist ein Archiv für rund 4,2 Millionen Akten vorgesehen, hinzukommt eine Scanstelle für die Digitalisierung von Patientenakten.

Ein weiterer Teil des Komplexes ist ein neues Speiseverteilzentrumm, das die bisherige Einrichtung an der Oranienburger Straße in Reinickendorf ersetzen soll. Künftig werden dann von Spandau aus Patientinnen und Patienten in drei Vivantes-Kliniken sowie Seniorinnen und Senioren aus elf Vivantes-Pflegeeinrichtungen versorgt. Das Speiseverteilzentrum wird eine Fläche von 5400 Quadratmetern umfassen und soll sich durch einen hohen Grad an Digitalisierung und Automation auszeichnen, kündigt Vivantes an.

Lkw-Verkehr in dem Gebiet soll erheblich zunehmen

Auswirkungen wird das Logistikzentrum nach seiner Fertigstellung auf den Verkehr in dem Gebiet haben. Wie Bezirksstadtrat Frank Bewig (CDU) im Frühjahr auf eine Anfrage der Spandauer Linksfraktion mitteilte, werde sich laut eines Verkehrsgutachten der tägliche Lkw-Verkehr im Durchschnitt um fast 20 Prozent erhöhen. Dann sollen dort knapp 1100 Lastwagen pro Tag unterwegs sein. Bei den Pkw wird nur von einem geringen Anstieg um gut ein Prozent ausgegangen.

Ziel von Vivantes ist es, im September kommenden Jahres die Bauarbeiten an dem Logistikzentrum abzuschließen. Ein anderes Projekt von Vivantes, gemeinsam mit der Charité, in Spandau wird dagegen noch länger dauern: Auf dem Gelände der Alexander Barracks ist ein gemeinsamer Aus- und Weiterbildungscampus geplant. Aktuell laufen zwischen dem Land Berlin und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Verhandlungen zum Kauf erforderlicher Teilflächen.

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