Wohnungsbau

Quartier an der Paulsternstraße: Erste Häuser sind fertig

An der Paulsternstraße in Spandau entstehen knapp 500 Wohnungen. Die ersten werden nun früher als geplant bezogen. Eine Kita folgt.

Die Hälfte der 24 neuen Gebäude im Quartier an der Paulsternstraße in Spandau sind bereits fertig.

Die Hälfte der 24 neuen Gebäude im Quartier an der Paulsternstraße in Spandau sind bereits fertig.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin. An der Paulsternstraße in Spandau entsteht seit Ende 2018 ein neues Quartier – nun sind die ersten Wohnungen fertig geworden, und das sogar vier Monate früher als ursprünglich geplant. An zwölf der insgesamt 24 Häuser sind die Bauarbeiten inzwischen beendet, wie die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen WBM und Degewo am Montag mitteilten. Damit sind bereits gut 200 neue Wohnungen entstanden und teilweise auch schon bezogen. Insgesamt umfasst das neue Viertel 483 überwiegend barrierefreie Wohnungen.

Errichtet wird das Quartier von der Kilian-Immobiliengruppe, die anschließende Bewirtschaftung übernehmen WBM und Degewo. Eine ähnliche Kooperation von der Kilian-Gruppe und landeseigenen Wohnungsbauunternehmen hatte es bereits bei den Pepitahöfen in Hakenfelde gegeben. Wie Christoph Beck, Vorstand bei der Degewo, sagte, sei die Nachfrage nach den Wohnungen bislang gut. Im ersten Bauabschnitt seien mehr als 60 Prozent bereits vermietet. Die ersten Mieter wurden am Montag stellvertretend begrüßt.

Spandauer Quartier bekommt noch eine neue Kita

Das Quartier an der Paulsternstraße entsteht auf Flächen, die in der Vergangenheit als Reserveflächen für die Erweiterung der Siemenswerke vorgehalten wurden. Als kein Bedarf mehr daran bestand, hatte Siemens die Flächen im Jahr 2015 mit der Option „Wohnungsbau“ verkauft. Man freue sich, dass man zur Revitalisierung des Areals beitragen könne, so Degewo-Vorstand Beck.

Die meisten der neuen Gebäude haben zwischen vier und sieben Stockwerke, ein höheres Haus mit elf Geschossen bildet den Abschluss zur Gartenfelder Straße. In diesem sind 70 möblierte Ein-Zimmer-Wohnungen vorgesehen, außerdem zwei Gewerbeeinheiten und eine Kita mit gut 40 Plätzen. Die Bauarbeiten an dem Hochhaus sollen bis Ende des Jahres beendet sein. Noch offen ist, welches Gewerbe einzieht. Gespräche

würden aber laufen, sagte WBM-Geschäftsführer Steffen Helbig. Es solle in jedem Fall etwas sein, was von Nutzen für die Bewohner ist. Ein neues Parkhaus mit gut 400 Pkw-Stellplätzen begrenzt das Quartier im Süden und soll gleichzeitig als Lärmschutz dienen.

Entspechend des „Berliner Modells“ entsteht bei dem Projekt auch öffentlich geförderter, mietpreisgebundener Wohnraum. Insgesamt sind es 108 Wohnungen – knapp ein Viertel –, die ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Für die restlichen Wohnungen soll die Nettokaltmiete im Durchschnitt bei 9,99 Euro pro Quadratmeter liegen.

1250 Quadratmeter großer Spielplatz ist bereits fertig

Im Zusammenhang mit dem Quartier ist zudem, ebenfalls durch das „Berliner Modell“ begründet, ein 1250 Quadratmeter großer Spielplatz entstanden. Denn Investoren bei Objekten des geförderten Wohnungsbaus sind verpflichtet, sich an der technischen und sozialen Infrastruktur zu beteiligen. Der Spielplatz befindet sich aus Platzgründen nicht direkt in dem neuen Wohnviertel, sondern gut einen Kilometer entfernt an der Ecke Haselhorster Damm/Saatwinkler Damm.

Das neue Viertel liegt in einem Spandauer Gebiet, in dem in den kommenden Jahren besonders viel gebaut wird und das sich dadurch stark verändern wird. Wenige Hundert Meter entfernt befindet sich die Insel Gartenfeld, auf der 3700 Wohnungen geplant sind, auch das Gebiet der künftigen Siemensstadt 2.0 an der Nonnendammallee ist nicht weit entfernt. Hinzukommen das Projekt „Waterkant“, wo ebenfalls die ersten der insgesamt 2500 Wohnungen bereits bezogen sind, sowie ein Vorhaben am Saatwinkler Damm, bei dem 800 Wohnungen entstehen sollen.

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