Verkehr

Planungen für Bahn-Ausbau zwischen Nauen-Berlin beginnen

23 Millionen Euro stehen für Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke bereit. Es geht auch um eine unterirdische S-Bahn-Lösung in Spandau.

Die Bahn-Verbindung zwischen Nauen und Berlin soll ausgebaut werden.

Die Bahn-Verbindung zwischen Nauen und Berlin soll ausgebaut werden.

Foto: Fabian Sommer / dpa

Berlin. Für die Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Spandau und Nauen stehen weitere 23 Millionen Euro aus Landesmitteln bereit. Eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung haben Berlin und Brandenburg nun mit der Deutschen Bahn unterzeichnet, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Montag mit.

Ziel ist es, sowohl den Regionalverkehr zwischen Spandau und Nauen zu stärken als auch die S-Bahn von Berlin bis nach Finkenkrug zu verlängern, weshalb die Schieneninfrastruktur in dem Bereich ausgebaut werden muss. Das Vorhaben gehört zum gemeinsamen Projekt i2030 von den beiden Ländern, Deutscher Bahn und VBB, bei dem bessere Schienenverbindungen in der Hauptstadtregion geschaffen werden sollen.

In den vergangenen Monaten lief für den Korridor Spandau-Nauen bereits die Grundlagenermittlung, bei der es etwa um die Fahrplankonstruktion für den Regionalverkehr ging. Deren Prüfung soll auch weiter fortgesetzt werden, sagte ein Sprecher. Gleichzeitig sollen im Zuge der beginnenden Vorplanung detaillierte Untersuchungen für den Streckenausbau mit neuen Gleisen und die Stationen stattfinden. Am Bahnhof Spandau selbst geht es um zusätzliche Bahnsteigkanten, um den wachsenden Verkehr zu stemmen.

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Nauen-Berlin: Unterirdische S-Bahn-Lösung könnte Bahnhof Spandau entlasten

Daneben wird ein Abzweig der S-Bahn-Verlängerung zur Falkenseer Chaussee geprüft. Und auch eine Machbarkeitsuntersuchung für eine unterirdische S-Bahn-Lösung im Bereich Spandau soll starten. „Damit sollen Möglichkeiten ausgelotet werden, inwieweit dieser stark beengte Knoten räumlich entlastet werden könnte“, heißt es in einer Mitteilung der VBB. Nicht zuletzt ist es Ziel der Vorplanung, konkrete Informationen zu Dauer und Kosten des Streckenausbaus zu ermitteln.

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) erklärte in der Mitteilung, man setze mit den Landesmitteln für die Planungen einen „wichtigen Meilenstein“. Durch den Ausbau solle das Fahrgastaufkommen auf der Strecke entzerrt werden, gleichzeitig werde davon der Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin profitieren, so Beermann.

Beginn des Ausbaus Berlin-Nauen erst ab 2030 erwartet

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) sprach von einem „klaren Zeichen für die Mobilitätswende in der Hauptstadtregion“. Mit verlängerter S-Bahn und gleichzeitigem Regionalverkehr schaffe man verlässliche Verbindungen für Pendler.

Bis es soweit ist, werden allerdings noch einige Jahre vergehen. Den aktuellen Zeitplan nannte Staatssekretär Ingmar Streese kürzlich auf Anfrage des Abgeordneten Tino Schopf (SPD). Demnach werde der gesamte Planungsprozess voraussichtlich erst 2030 abgeschlossen. In dem Jahr könnte dann auch der Bau starten, „sodass mit einer Fertigstellung des Projekts Mitte/Ende der 2030er Jahre gerechnet werden kann“.

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