Haustiere

Wie in Zehlendorf: CDU fordert Bürohunde im Rathaus Spandau

Nachdem in Steglitz-Zehlendorf ein solcher Antrag beschlossen wurde, möchte nun auch Spandaus CDU-Fraktion Bürohunde ins Rathaus holen.

Bürohunde sind in vielen Unternehmen bereits erlaubt. Die CDU will sie nun auch ins Rathaus Spandau holen.

Bürohunde sind in vielen Unternehmen bereits erlaubt. Die CDU will sie nun auch ins Rathaus Spandau holen.

Foto: dpa Picture-Alliance / Markus Scholz / picture alliance / dpa Themendienst

Berlin. Den Hund mit zur Arbeit ins Rathaus zu nehmen – das soll auch in Spandau möglich werden, zumindest, wenn es nach der CDU-Fraktion geht. Diese bringt in die nächste Bezirksverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag ein, wonach das Bezirksamt ein mögliches Pilotprojekt prüfen soll.

In ihrem Antrag verweist die Fraktion darauf, dass Bürohunde bereits an vielen Arbeitsplätzen der willkommene Normalfall seien, und zudem Studien gezeigt hätten, dass das Arbeitsklima sich verbessert, ohne dass die Arbeit selbst darunter leidet. „Bei festgelegten Kriterien wäre dies sicher auch im Bezirksamt möglich“, heißt es.

Mitbringen von Tieren ins Rathaus Spandau bislang untersagt

Bislang untersagt die Hausordnung das Mitbringen von Tieren in die Dienstgebäude des Bezirks, sowohl für Mitarbeiter als auch für Besucher. Ausgenommen vom Verbot sind Blinden- und Führhunde. Zudem hat eine Mitarbeiterin des Jugendamtes eine Sondergenehmigung. Diese hat bei einigen Hausbesuchen von Kindern in Pflegestellen einen ausgebildeten Hund dabei und darf das Tier dann auch kurzfristig in ihre Büroräume mitnehmen.

Thorsten Schatz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Spandau, verweist im Zusammenhang mit dem Antrag darauf, dass Hunde nicht nur zu einem besseren Arbeitsklima beitragen können. „Diverse Studien belegen, dass Angestellte in Büros mit Hunden einen niedrigeren Blutdruck und ein geringeres Infarktrisiko haben und auch seltener ein Burn-out erleiden“, sagt er. Zudem sei der Bürohund „wieder ein kleiner Baustein, das Bezirksamt als Arbeitgeber attraktiver zu machen“. Auf Allergiker oder Menschen, die Angst vor Hunden haben, solle Rücksicht genommen werden.

Pilotprojekt für Bürohunde bereits in Steglitz-Zehlendorf beschlossen

Spandau ist damit der zweite Bezirk, in dem über Hunde im Rathaus diskutiert wird. Im vergangenen November war ein Antrag zu Bürohunden bereits in Steglitz-Zehlendorf mit Stimmen von CDU und Grünen beschlossen worden. Auch dort ging es um ein Pilotprojekt.

Zunächst soll das Steglitz-Zehlendorfer Bezirksamt nachfragen, ob es in der Belegschaft Interesse gibt, Hunde mit zur Arbeit zu nehmen. Erweist sich der Test unter Festlegung bestimmter Kriterien als erfolgreich, soll das Projekt auf alle in Frage kommenden Dienststellen ausgeweitet werden.

Große Unterstützung bekam der damalige Beschluss vom Bundesverband Bürohund. Der Verband erklärte damals, dass auch Berliner Unternehmen zunehmend Hunde am Arbeitsplatz erlauben würden. Dass die Behörden und Ämter nachziehen, sei wichtig, weil der öffentliche Dienst allein kein ausreichendes Argument mehr sei, sich für diese Stelle zu entscheiden, sagte der 1. Vorsitzende Markus Beyer.

Als Beleg verwies er auf eine Umfrage des Bundesverbands: Auf die Frage, was Menschen bei einem neuen Arbeitgeber wichtig ist, wurden am häufigsten die Punkte Home Office, flexible Arbeitszeiten wie auch die Duldung von Hunden genannt.

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