Seegefelder Weg

Weitere Bauarbeiten an Straßen in Staaken geplant

Ende 2019 wurden Bauarbeiten am Seegefelder Weg beendet. Dritter Abschnitt steht noch aus. Auch am Finkenkruger Weg soll gebaut werden.

Am Finkenkruger Weg und am Seegefelder Weg in Spandau wird in den kommenden Jahren gebaut.

Am Finkenkruger Weg und am Seegefelder Weg in Spandau wird in den kommenden Jahren gebaut.

Foto: Jan Woitas / dpa

Berlin. Anfang Dezember war die Erleichterung bei vielen Autofahrern groß: Nach rund zwei Jahren endeten die Bauarbeiten am Seegefelder Weg zwischen Hackbuschstraße und Finkenkruger Weg in Spandau. Die Straße ist seither wieder in beide Richtungen befahrbar, nach zuvor langer einseitiger Sperrung. Allerdings: An einem Abschnitt der Straße stehen noch Bauarbeiten aus und auch an einer benachbarten Straße soll gebaut werden: dem Finkenkruger Weg.

Der Bezirk plant dort, die Straße zwischen Seegefelder Weg und Torweg mitsamt Gehwegen zu erneuern. Im Investitionsprogramm des Landes Berlin sind dafür insgesamt knapp drei Millionen Euro vorgesehen. Zudem stehen umfangreiche Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) an. Diese planen, einen neuen Regenentwässerungskanal zu bauen, den Baustart im Finkenkruger Weg sehen sie für das kommende Jahr vor. „Dort geht es um 860 Meter Regenkanal sowie kleine Arbeiten am Schmutzwasserkanal und an Trinkwasserleitungen“, teilt BWB-Sprecher Stephan Natz auf Anfrage mit.

Bauarbeiten: Regenwasser soll in Heidelakegraben eingeleitet werden

Nach Angaben des Sprechers ist bisher geplant, das Regenwasser in den Heidelakegraben einzuleiten. Aktuell ist dieser trocken, er werde von Anwohnern allerdings gern für die Abfallentsorgung genutzt, sagt Natz. Der Graben soll verrohrt werden und dann praktisch zu einem Regenkanal werden, erklärt der Sprecher.

Allerdings: „Ob diese Planung, die schon ein paar Jahre alt ist, auch wirklich gebaut wird, wird vermutlich nochmal hinterfragt“, sagt Natz. Hintergrund ist, dass aufgrund der zunehmenden Hitze und Dürre in den Sommermonaten eigentlich weniger Regenwasser abgeleitet werden soll. Stattdessen soll dieses verstärkt lokal versickern und verdunsten. So kann der natürliche Wasserkreislauf wiederhergestellt werden.

Die Arbeiten am Finkenkruger Weg sind Voraussetzung dafür, dass der letzte Abschnitt des Seegefelder Wegs angegangen werden kann. Dieser umfasst den Bereich vom Finkenkruger Weg bis zur Stadtgrenze. „Hier fängt gerade erst die Vorplanung an“, sagt Natz.

Seegefelder Weg soll bis zur Stadtgrenze verbreitert werden

Real geplant und gebaut werden könne erst, wenn der Finkenkruger Weg erschlossen ist. „Denn das Regenwasser aus diesem Bereich des Seegefelder Wegs wird dann unter dem Finkenkruger Weg in den neu zu bauenden Regenentwässerungskanal eingeleitet werden, der nun im Finkenkruger Weg entsteht.“

Auch im Bezirk stehen die Planungen für den Abschnitt noch recht weit am Anfang: Laut Baustadtrat Frank Bewig (CDU) müssen zunächst Flächen angekauft werden damit eine Verbreiterung der Straße erfolgen kann. „Wir sind dabei, Planungsrecht zu schaffen, damit wir Anspruch auf die Flächen haben“, erklärt er.

Grundsätzlich soll der Straßenausbau ähnlich dem sein, den es bereits in den ersten beiden Abschnitten vom Seegefelder Weg gab. Dort wurde der Gehweg auf beiden Seiten neu errichtet und die Fahrbahn neu hergestellt und verbreitert, um einen Angebotsstreifen für Radfahrer zur Verfügung zu stellen. Für den Neubau des letzten verbliebenen Abschnitt sind im Investitionsprogramm des Landes knapp 3,8 Millionen Euro eingeplant.

Bezirk Spandau prüft Baumpflanzungen am Seegefelder Weg

„Ein Unterschied zu den Abschnitten davor ist, dass wir dort auch Baumstandorte prüfen“, sagt Bewig. „In Fahrtrichtung stadtauswärts nimmt Masse an Leitungen ab, deshalb haben wir mehr Platz.“ Die Südseite soll planmäßig mit Parkhäfen versehen sein, auf der Nordseite könnte es dann wegen der Bäume weniger Parkplätze geben. „Das muss man abwägen“, sagt der Stadtrat.

Sicher ist, dass die Bauarbeiten nicht ohne Verkehrseinschränkungen möglich sein werden. Wie genau diese aussehen, ist noch unklar. Denn, das ist für Autofahrer die gute Nachricht, bis es zu den Bauarbeiten kommt, werden noch mehrere Jahre vergehen.

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