Krankenhaus

Vivantes baut neues Logistikzentrum in Spandau

Rund 64 Millionen sind für das Bauvorhaben auf der Insel Gartenfeld veranschlagt. Es geht um Speiseversorgung und Materiallagerung.

In Spandau entsteht ein neues Logistikzentrum vom Klinikkonzern Vivantes. Beim ersten Spatenstich dabei: Spandaus Baustadtrat Frank Bewig (CDU),  Eibo Krahmer von Vivantes, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und Jochen Gaa von der zuständigen Baufirma Max Bödl (v.l.). 

In Spandau entsteht ein neues Logistikzentrum vom Klinikkonzern Vivantes. Beim ersten Spatenstich dabei: Spandaus Baustadtrat Frank Bewig (CDU),  Eibo Krahmer von Vivantes, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und Jochen Gaa von der zuständigen Baufirma Max Bödl (v.l.). 

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

Berlin. Der kommunale Klinikkonzern Vivantes baut in Spandau ein neues großes Logistikzentrum. An diesem Montag gab es dafür den ersten symbolischen Spatenstich. Insgesamt 64 Millionen sollen laut Vivantes in das Vorhaben investiert werden, die reinen Baukosten will der Konzern durch Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro vom Land Berlin finanzieren.

In dem neuen Zentrum auf der Insel Gartenfeld sollen ein Materiallager und ein Speiseverteilzentrum untergebracht werden, von wo aus etwa Mahlzeiten portioniert und dann an verschiedene Klinikstandorte und Senioreneinrichtungen ausgeliefert werden. Auch eine Scanstelle für die Digitalisierung von Akten soll in den Gebäuden untergebracht werden.

Neues Vivantes-Logistikzentrum umfasst 8350 Quadratmeter für Materiallagerung

Wie Eibo Krahmer, Geschäftsführer für Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung bei Vivantes, erklärte, soll das neue Versorgungs- und Logistikzentrum verschiedene Funktionen bündeln und so die Abläufe in der Logistik vereinfachen. Dadurch „stehen perspektivisch mehr Flächen an den Klinikstandorten für die Patientenbehandlung zur Verfügung“, so Krahmer. Dabei sei Vivantes froh, dass der Bau nun beginne – die Suche nach einem geeigneten Standort habe einige Jahre gedauert.

Konkret sollen in dem Zentrum 8.350 Quadratmeter an Geschossfläche für die Lagerung von Klinikmaterial genutzt werden, dort soll das Material auch für die Versorgung der Krankenhäuser zusammengestellt werden. Gelagert werden unter anderem medizinische Dinge wie Verbandsmaterial und Kanülen, aber auch Reinigungsmittel oder Wasserkocher.

Das neue Speiseverteilzentrum soll 5400 Quadratmeter umfassen und die bisherige Einrichtung an der Oranienburger Straße in Reinickendorf ersetzen. Von dort werden bislang Patienten aus drei Vivantes-Klinikstandorten und Senioren aus elf Pflegeeinrichtungen versorgt.

Vivantes-Logistikzentrum setzt auf Digitalisierung

In dem neuen Zentrum setze man auf einen hohen Grad an Digitalisierung und Automation, heißt es. Dabei geht es etwa um Teilautomatisierungen im Spülbereich. Der zweite Vivantes Standort der Speiseversorgung, der sich in Neukölln befindet, soll erhalten bleiben und in diesem Jahr auf ein identisches technisches sowie digitales Niveau gebracht werden, kündigt Vivantes an.

Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sagte beim Spatenstich, es sei ein gutes Zeichen, dass es mit dem Logistikzentrum eine weitere große Investition in Spandau gebe. „Gleichzeitig zeigt das auch, dass die Flächen für Gewerbe knapper werden“, sagte Kleebank.

Baustadtrat Frank Bewig (CDU) verwies auf das „spannende Umfeld“, in dem sich das Zentrum befinde. So soll auf der Insel auch das „Neue Gartenfeld“ mit rund 3500 Wohnungen entstehen, auf der gegenüberliegenden Seite am Saatwinkler Damm sind ebenfalls 800 Wohnungen geplant. Im weiteren Umfeld befindet sich zudem das Areal der Siemensstadt 2.0. „Es ist wichtig, dass es nicht nur Wohnungsbau gibt, sondern dass auch Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagte Bewig. Das geschehe nun mit dem Logistikzentrum.

Vivantes-Logistikzentrum soll 2021 fertig werden

Die Planung des Bauvorhabens auf der Insel Gartenfeld läuft laut dem Konzern bereits seit dem Jahr 2017, im November 2019 begannen die Vorbereitungen des Baufelds. Fertig werden soll das Logistikzentrum planmäßig im Oktober 2021.

Schon weiter fortgeschritten ist ein Vorhaben von Vivantes am Klinikstandort in Spandau, an der Neuen Bergstraße. Dort entsteht ein Neubau mit Komfortklinik, einer neurologische Frührehabilitation, sowie einer demenz- und altersgerechten Spezialstation. Insgesamt 110 Betten wird der Neubau laut Vivantes umfassen; mehr als 23 Millionen Euro werden nach eigenen Angaben dafür investiert. Die Eröffnung ist für dieses Frühjahr geplant.

Zudem soll auf dem Gelände der Alexander Barracks ein gemeinsamer Ausbildungs-Campus für Pflegekräfte von Vivantes und Charité entstehen. Eibo Krahmer sagte hierzu, es gehe aktuell darum, die formal notwendigen Schritte durchzuführen. Das betreffe Vereinbarungen zur Flächennutzung mit dem Bezirk Spandau, aber vor allem auch den Ankauf des Geländes. Noch gehört dieses der bundeseigenen Immobiliengesellschaft.

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