Bauarbeiten

Radweg an der Heerstraße: Baumstümpfe werden entfernt

Im Frühjahr 2018 wurden 61 Bäume für einen Radweg gefällt, der bislang nicht gebaut wurde. Nun verschwinden auch die Stümpfe.

Der Radweg an der Heerstraße soll neu gemacht werden. Doch die Planungen ziehen sich seit Jahren. Bäume wurden bereits 2018 gefällt.

Der Radweg an der Heerstraße soll neu gemacht werden. Doch die Planungen ziehen sich seit Jahren. Bäume wurden bereits 2018 gefällt.

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

Berlin. Jetzt verschwinden sie ganz: Die 61 Bäume an der Heerstraße, die im Frühjahr 2018 für einen neuen Radweg gefällt wurden, dessen Bau bislang aber immer noch nicht begonnen hat. Aktuell werden die verbliebenen Stümpfe entfernt, wie Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Verkehr bestätigte. Rund 35.000 Euro werden dafür investiert. Die Arbeiten seien vorbereitend für den Radschnellwegausbau zwischen Charlottenburg und Spandau, dessen Planung laut Ehlert beschleunigt bearbeitet werden soll.

Aus Kostengründen seien die Arbeiten zum Entfernen der Stümpfe gebündelt worden, erklärt Ehlert weiter, und finden nun noch bis Ende Dezember auf einem insgesamt 800 Meter langen Abschnitt statt. Notwendig sei es dafür, die jeweils äußere Fahrspur wochentags in der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr in Teilabschnitten zu sperren, heißt es weiter. „Die Verkehrseinschränkung erfolgt je nach Verkehrsstrom entweder stadteinwärts oder stadtauswärts, aber nicht gleichzeitig“, so Ehlert.

Radweg an der Heerstraße: Baumstümpfe mussten mehrfach beschnitten werden

Mit der Entfernung der Baumstümpfe löst sich dann auch ein weiteres Problem. Denn diese waren in den vergangenen Monaten immer wieder ausgetrieben und mussten schon mehrfach beschnitten werden, weil sie die Verkehrssicherheit einschränkten. Rund 2000 Euro fielen laut Senatsverkehrsverwaltung pro Beschnitt an Kosten an. Auch trieben die Stümpfe wieder aus.

Im Sommer hatte die Senatsverkehrsverwaltung entschieden, auf den eigentlich schon für 2018 vorgesehenen Ausbau des Radwegs an der Heerstraße zwischen Stößenseebrücke und Freybrücke zu verzichten. Als Grund wurde genannt, dass an der Heerstraße auch ein Radschnellweg entlangführen soll, sodass der sanierte Radweg wohl in ein paar Jahren erneut hätte umgebaut werden müssen.

Radschnellweg an der Heerstraße wird nicht vor 2023 gebaut

Bis der Radschnellweg kommt, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Wie die Infravelo auf ihrer Website schreibt, ist ein Baustart frühestens für 2023 vorgesehen. Dauern werden die Bauarbeiten schätzungsweise zwei Jahre.

Noch offen ist, ob der Abschnitt zwischen Freybrücke und Stößenseebrücke dann erst im Zuge des Radschnellwegs angegangen wird. Oder ob der Ausbau vorher beginnt und der Teil später in den Radschnellweg integriert wird. Einen konkreteren, aktuellen Stand der Planungen nannte die Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage nicht.

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