Stadtentwicklung

Spandauer Quartiersmanagement-Gebiet wird vergrößert

In Spandau gibt es bislang vier Quartiersmanagement-Gebiete. Sie sollen weitere Jahre bestehen bleiben. Eines wird sogar erweitert.

Der Westerwaldplatz ist einer der prägenden Plätze im Falkenhagener Feld. Das Quartiersmanagement-Gebiet dort wird größer.

Der Westerwaldplatz ist einer der prägenden Plätze im Falkenhagener Feld. Das Quartiersmanagement-Gebiet dort wird größer.

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

Berlin. In Spandau wird es auch in den kommenden Jahren vier Quartiersmanagement-Gebiete geben. Wie der zuständige Stadtrat Frank Bewig kürzlich mitteilte, seien die Gebiete – Falkenhagener Feld Ost und West, Neustadt und Heerstraße Nord – über 2021 hinaus gesichert worden. Sie werden weiterhin über das Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Eines der Gebiete soll künftig sogar vergrößert werden.

Diese Änderung betrifft das Falkenhagener Feld Ost. „Nach Abwägung aller Gegebenheiten wurde einvernehmlich zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Spandau eine Erweiterung um einen Teil des Gebietes Germersheimer Platz beschlossen“, teilt der Stadtrat auf Nachfrage mit.

Soziale Infrastruktur soll in erweitertem Gebiet gefördert werden

Das Gebiet wird also in Richtung Spandauer Mitte erweitert, geht künftig über die Zeppelinstraße hinaus und umfasst einen zusätzlichen Bereich bis hin zum Helmut-Schleusener-Stadion. Der neu aufgenommene Bereich erfordere, mit Blick auf die Sozialdaten, eine besondere Aufmerksamkeit. „Bestehende Bedarfe werden nicht abgedeckt“, erklärt der Stadtrat.

Indem das Gebiet in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen wird, soll die soziale und grüne Infrastruktur stärker gefördert werden, man will Betreuungs- und Beratungsangebote ausbauen und die Trägerlandschaft erweitern. Außerdem ist geplant, mehr niedrigschwellige Angebote für Bewohner zu schaffen.

Weiterer Handlungsbedarf in Quartiersmanagement-Gebieten

Dass die Quartiersmanagement-Gebiete weiter bestehen, bewertet Bewig einerseits als positiv, weil die in den vergangenen Jahren aufgebauten Strukturen so weiterentwickelt werden können. „Aber es zeigt auch, dass wir weiter dringend Handlungsbedarf haben“, so Bewig.

Es sei davon auszugehen, dass die Spandauer Quartiersmanagement-Gebiete in circa drei Jahren daraufhin überprüft werden, ob die Strukturen und sozialen Angebote dort inzwischen soweit gefestigt sind, dass sie auch ohne ein Quartiersmanagement fortbestehen.

Quartiersmanagements haben neue Konzepte entwickelt

Erst vor einigen Monaten hatten die Quartiersmanagements die neuen Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepte (ISEK) fertiggestellt, in denen die Ziele und Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt sind. In allen Gebieten spielen die Punkte Bildung, Kinder- und Jugendförderung entscheidende Rollen.

Auch die Nachbarschaft und der öffentliche Raum in den Ortsteilen sind Themen. Im Falkenhagener Feld Ost und West geht es dabei etwa um die Sauberkeit und die Beleuchtung von Straßen, die verbessert werden soll, und das Ziel, die Sicherheit auf Schulwegen zu erhöhen.

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