Radverkehr

Radweg an der Falkenseer Chaussee: Seit 2018 ein Provisorium

Bei Bauarbeiten wurden Teile des Radwegs in Spandau aufgerissen und provisorisch hergestellt. Zur richtigen Erneuerung fehlt Personal.

Nach Tiefbauarbeiten wurde Teile des Radwegs an der Falkenseer Chaussee nur provisorisch geflickt. 

Nach Tiefbauarbeiten wurde Teile des Radwegs an der Falkenseer Chaussee nur provisorisch geflickt. 

Foto: Jessica Hanack / Hanack/BM

Berlin. In den vergangenen Jahren wurde an den Radwegen entlang der Falkenseer Chaussee in Spandau viel gemacht. Mehrere Hunderttausend Euro wurden investiert, um die Strecken zu sanieren, auch zu verbreitern. Dennoch bereitet ein Abschnitt dort heute Radfahrern Probleme.

Konkret geht es um den Teil zwischen der Bushaltestelle Mülheimer Straße und der Grünanlage an der Darbystraße. Der Weg sei dort schlecht zu befahren und mit einem Fahrrad mit dünnen Reifen stellenweise sogar gefährlich, sagt der Spandauer Lukasz Ramus. Hintergrund ist, dass in jenem Bereich Tiefbauarbeiten stattgefunden haben. Der eigentlich noch ziemlich neue Radweg, so schildert es Ramus, sei dabei geöffnet, aber anschließend nur mangelhaft instandgesetzt worden.

Radweg an der Falkenseer Chaussee sollte 2018 wieder hergestellt werden

Teile des Radwegs sind seitdem uneben. Außerdem seien Fugen nicht verfüllt worden, erklärt Ramus, was das Befahren ebenfalls holperiger mache. Die Situation ist nun bereits seit weit über einem Jahr so. Obwohl ihm das Bezirksamt zwischenzeitlich mitteilte, dass noch vor dem Jahresende 2018 alles wieder ordentlich hergestellt werden sollte. „Es ist enttäuschend, wie hier vorgegangen wird“, findet Ramus. Da würde viel Geld investiert, um eine bessere Infrastruktur zu schaffen, und dann halte sie nur so kurz.

Das Bezirksamt – zuständig ist der Bereich von Stadtrat Frank Bewig (CDU) – erklärte auf Nachfrage, dass im Bereich des Radwegs ein Versorgungsträger Arbeiten an seinen Anlagen durchgeführt habe. Dadurch sei der Weg aufgebrochen und „provisorisch wieder hergestellt“ worden. „Durch die angespannte Personalsituation im Straßen- und Grünflächenamt und Kapazitätsengpässe bei den Baufirmen konnte der Radweg bisher nicht erneuert werden“, wird weiter mitgeteilt.

Termin für Instandsetzung lässt Bezirksamt Spandau offen

Plan ist, dass das Straßen- und Grünflächenamt „den Radweg in seinen ordnungsgemäßen Zustand, wie er vor den Bauarbeiten war, herrichten“ lassen wird. Verwiesen wurde jedoch darauf, dass die Bauarbeiten zunächst ausgeschrieben werden müssten, und außerdem wahrscheinlich eine verkehrsrechtliche Anordnung für die Instandsetzung benötigt werde. Beides koste Zeit.

Wann die Bauarbeiten stattfinden, konnte das Bezirksamt deshalb noch nicht sagen. Es scheint, als ob Radfahrer noch eine Weile mit einem unebenen Radweg leben müssen.

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