Umbau

Zitadelle Spandau: Pläne zur Umgestaltung werden konkreter

Bis Ende Oktober müssen die Bauplanungsunterlagen zum Umbau des Zitadellenumfelds eingereicht werden. Auch das Wappen wird saniert.

Das Umfeld der Zitadelle Spandau soll umgestaltet werden. Auch um das verhüllte Wappen will man sich kümmern.

Das Umfeld der Zitadelle Spandau soll umgestaltet werden. Auch um das verhüllte Wappen will man sich kümmern.

Foto: Jessica Hanack / Hanack/BM

Berlin. Die Pläne zur Umgestaltung des Umfelds der Zitadelle Spandau werden immer konkreter. Bis Ende Oktober, sagte ein Mitarbeiter des Bezirksamts, müssten die Bauplanungsunterlagen eingereicht werden. Rund 2,5 Millionen Euro sollen investiert werden, die Fördermittel kommen aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Zudem soll im kommenden Jahr das Wappen der Spandauer Zitadelle restauriert werden.

Das Vorhaben, das Zitadellenumfeld neu zu gestalten, gibt es seit Jahren. Schon vor fünf Jahren wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, 2016 folgte das „Freiraum- und Entwicklungskonzept“. Jetzt aber stehen zumindest die Planungen kurz vor dem Abschluss. Der Umbau könnte im kommenden, spätestens wohl im übernächsten Jahr starten.

Dabei haben sich die Pläne in den vergangenen Monaten nochmal ein wenig geändert: Eigentlich war vorgesehen, den Wladimir-Gall-Weg entlang des Zitadellengrabens als einen Asphaltweg auszubauen. Doch es habe zahlreiche Gegenstimmen gegen Asphalt gegeben, sagte Frank Riebesell vom zuständigen Büro „hoch c“. Vor allem von Naturschützern gab es Kritik, die befürchteten, dass große Eingriffe in dem Landschaftsschutzgebiet negative Folgen für die Artenvielfalt haben.

Weg um die Zitadelle Spandau soll verlängert werden

Außerdem ist geplant, den Weg weiterzuführen und an den Uferweg Spandauer See anzubinden, den die Entwickler der benachbarten Motorworld Manufaktur Berlin auf ihrem Gelände bauen wollen. Derzeit endet der Wladimir-Gall-Weg in einer Sackgasse hinter der Freilichtbühne.

Um das Umfeld attraktiver zu gestalten, sind verschiedene Aktivitätsfelder vorgesehen. Zu den Ideen zählen ein Barfußweg und eine Station, die Natur erlebbar machen soll. Außerdem wollen die Planer eine große Sitzskulptur in Form der Zitadelle aufstellen. Um die Festung sichtbarer zu machen, von der Straße Am Juliusturm, aber auch vom anderen Havelufer aus, sind weitere Baumfällungen geplant. Auch daran hatte es von Naturschützern Kritik gegeben.

70.000 Euro für die Restaurierung des Wappens an der Zitadelle

Für die Pflanzen um die Zitadelle gibt es aber auch geplante Pflegemaßnahmen. Wo Bäume zu dicht gewachsen sind, sollen sie ausgedünnt werden, damit die Pflanzen der Krautschicht mehr Licht bekommen. Das sei wichtig, weil sich die Biber hauptsächlich davon ernähren würden, erklärte Riebesell. Daneben sollen verschiedene Wiesenflächen mit Blumen und Sträuchern angelegt werden. Uferbefestigungen will man zu großen Teilen entfernen und stattdessen auch dort Sträucher pflanzen.

Angegangen werden soll im kommenden Jahr auch etwas, dass bereits seit mehr als einem Jahr eingehüllt ist: das Wappen über dem Eingang zur Zitadelle Spandau. Wie Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) kürzlich mitteilte, sei damals ein Teil auf die Zufahrt gestürzt. Vom Landesdenkmalamt gab es inzwischen Fördermittel, 10.000 Euro für ein Schadensgutachten und 70.000 Euro für die Restaurierung. Planmäßig soll diese von März bis Juni 2020 stattfinden.

Mehr über den Bezirk Spandau lesen Sie hier.