Berlin-Spandau

Fördermittel bewilligt: Gatower Grundschule wird erweitert

Die Schülerzahlen in Spandau steigen erheblich. Nun gibt es mehrere Millionen vom Land Berlin, um zusätzliche Schulplätze zu schaffen.

Für die Grundschule am Windmühlenberg in Gatow gibt es Fördermittel vom Land Berlin zur Erweiterung.

Für die Grundschule am Windmühlenberg in Gatow gibt es Fördermittel vom Land Berlin zur Erweiterung.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Berlin. Die Grundschule am Windmühlenberg im Spandauer Ortsteil Gatow soll erweitert werden. Damit will der Bezirk auf die steigenden Schülerzahlen reagieren. Künftig soll es dort zwei Züge geben, außerdem eine neue Mensa und Küche sowie zusätzliche Räume für die Förderung der Kinder und einen Hort. Für den geplanten Ausbau wurden nun Fördermittel in Millionenhöhe bewilligt, wie Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Helmut Kleebank (SPD) der Berliner Morgenpost auf Nachfrage sagte.

Bislang war die Finanzierung nur zu einem Teil sichergestellt, das Geld kommt aus dem Investitionsprogramm des Bezirks sowie aus dem „Sondervermögen Infrastruktur Wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ (Siwana) vom Land Berlin. Letztere Mittel werden nun aufgestockt, wie Kleebank mitteilte. Damit bekommt der Bezirk 8,55 Millionen Euro aus dem Senatsfördertopf, um die Grundschule in Spandau umbauen und erweitern zu können.

Grundschule in Gatow: Zweistelliger Millionenbetrag wird investiert

Konkret ist geplant, die Schule von 1,5 auf zwei Züge auszubauen. Außerdem soll ein maroder Anbau abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Für die Übergangszeit während der Bauarbeiten ist der Unterricht in Containern geplant. Weil der Hort dann in den Neubau ziehen soll, kann der bisherige Standort an der Straße Alt-Gatow 54 künftig wieder für eine Kita genutzt werden. Auch Kita-Plätze werden in Spandau dringend gebraucht.

Insgesamt soll laut Kleebank bis zum Schuljahr 2025/26 ein zweistelliger Millionenbetrag in die Erweiterung der Grundschule am Windmühlenberg fließen. Dass es nun die Zusage der Senatsfinanzverwaltung für die Aufstockung der Fördermittel gibt, sei „ein wichtiger Meilenstein“. So könne in Spandau eine große Schulbaumaßnahme im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive realisiert werden, so Kleebank.

In Spandau wird ein großer Schulplatzmangel erwartet

Dass in Spandau neue Schulplätze – auch schon vor dem Schuljahr 2025/26 – geschaffen werden, ist wichtig. Laut einer Prognose der Senatsbildungsverwaltung würden bei den jetzigen Kapazitäten im Bezirk rund 2100 Plätze an Grundschulen, weitere 800 Plätze an Sekundarschulen und knapp 350 an Gymnasien fehlen. Schon im kommenden Jahr werden in Hakenfelde die vorhandenen Schulplätze nicht mehr ausreichen.

Vor knapp zehn Jahren sah das noch ganz anders aus: Damals seien die Schülerzahlen in Gatow derart rückläufig gewesen, dass kurzzeitig sogar eine Schließung der Grundschule am Windmühlenberg im Raum stand, heißt es. Durch das aktuelle Bevölkerungswachstum in Berlin ist nun auch dort eine Erweiterung notwendig.

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