Wohnungsbau

Nächstes Richtfest in Spandau: 483 Wohnungen für Haselhorst

An der Paulsternstraße gehen die Bauarbeiten voran. Das neue Quartier soll auch eine Kita beinhalten. Anfang 2021 soll alles fertig sein.

An der Paulsternstraße wurde Richtfest gefeiert. Hier entstehen knapp 500 Wohnungen. 

An der Paulsternstraße wurde Richtfest gefeiert. Hier entstehen knapp 500 Wohnungen. 

Foto: André Fiebig

Berlin. Erst in der vergangenen Woche wurde in Hakenfelde das Richtfest für das „Trio am Park“ gefeiert, nun stand, wenige Tage später, bereits das nächste an: An der Paulsternstraße in Haselhorst - keine fünf Kilometer entfernt -, wo zurzeit ein Quartier mit 483 Wohnungen entsteht. Gebaut wird es von der Kilian-Immobiliengruppe und nach der Fertigstellung komplett an die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften WBM und Degewo übergeben.

Das Quartier liegt in einer Umgebung, in der zahlreiche Wohnungsbauprojekte anstehen: In der Nachbarschaft wird das Quartier „Waterkant“ mit 2500 Wohnungen gebaut - auch dort wurde für den ersten Abschnitt bereits das Richtfest gefeiert -, geplant ist außerdem der Siemens-Innovationscampus mit rund 2750 Wohneinheiten sowie „Das neue Gartenfeld“, wo sogar 3700 Wohnungen vorgesehen sind. Für das gesamte sogenannte Entwicklungsband West sprach Stadtrat Frank Bewig (CDU) kürzlich von rund 14.000 neuen Wohnungen.

Spandau wächst besonders schnell

„Spandau ist derzeit einer der am schnellsten wachsenden Bezirke Berlins“, erklärt Bewig in einer Mitteilung anlässlich des Richtfests an der Paulsternstraße. Umso wichtiger sei es deshalb, dass die neuen Quartiere

ihre Infrastruktur mitbringen. Im Fall dieses neuen Wohnviertels ist das zum Einen eine Kita, die auf etwa 300 Quadratmeter Fläche entstehen soll, außerdem ein Spielplatz, der in wenigen Hundert Metern Entfernung geplant ist und im Rahmen des Projekts mitgebaut werden soll.

Daneben beinhaltet das Quartier ein sechsgeschossiges Parkhaus mit gut 400 Pkw-Stellplätzen, für die Nahversorgung soll eine weitere Gewerbeeinheit gebaut werden. Die Wohnungen selbst werden mit ein bis fünf Zimmern geplant, 108 von ihnen sollen mietpreisgebunden für 6,50 Euro pro Quadratmeter (kalt) vermietet werden. Das entspricht einem Anteil von knapp einem Viertel. Der Rest soll durchschnittlich für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Ein Hochhaus mit elf Geschossen wird gebaut

Die Wohngebäude haben zwischen vier und sieben Geschossen. Hinzukommt ein Hochhaus, das an der Kreuzung zur Gartenfelder Straße entsteht und elf Geschosse bekommen soll. Dieses wird 70 kleine, bereits möblierte Apartments mit je 31 Quadratmetern Fläche enthalten, heißt es in der Mitteilung.

Das Quartier entsteht dabei mit einem straffen Zeitplan: Begonnen haben die Bauarbeiten für das Wohnviertel im November 2018, die ersten Wohnungen sollen bereits zwei Jahre später fertig sein. Eine Fertigstellung ist zwischen November 2020 und April 2021 geplant, heißt es von der WBM.

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