Bauprojekt

Staaken soll ein neues Stadtteilzentrum bekommen

Das neue Gebäude soll unter anderem eine große Kita und ein Familiencafé enthalten. Für Anwohner soll ein neuer Anlaufpunkt entstehen.

So soll das neue Begegnungszentrum Zuversicht am Brunsbütteler Damm  aussehen.

So soll das neue Begegnungszentrum Zuversicht am Brunsbütteler Damm aussehen.

Foto: sander.hofrichter planungsgesellschaft mbH

Berlin. Das geplante neue Stadtteilzentrum in Staaken nimmt Form an - erst kürzlich wurde der Siegerentwurf für das künftige Gebäude ausgewählt. Entstehen soll es auf dem Gelände der Zuversichtskirche, die für das neue Zentrum zusammen mit den weiteren Bestandsgebäuden abgerissen wird. Die Kirche will man dafür in den Neubau integrieren. Mit ihm sollen Anwohner rund um die Louise-Schröder-Siedlung einen neuen Anlaufpunkt bekommen, mit sowohl kulturellen als auch sozialen Angeboten.

An denen, heißt es von der Evangelischen Kirchengemeinde zu Staaken, mangele es zurzeit nämlich in dem Gebiet. „Wir haben lange überlegt, was wir machen können“, erzählt Heike Holz, Geschäftsführerin der Kirchengemeinde. Die in den 1960er-Jahren gebaute Kirche am Brunsbütteler Damm sei inzwischen zu groß, verursacht durch bauliche Mängel hohe Betriebskosten und ist außerdem nicht barrierefrei.

Finanzierung des neuen Zentrums mithilfe vom „Stadtumbau“

Als das Gebiet zwischen Heerstraße und Brunsbütteler Damm 2017 in das Programm „Stadtumbau“ aufgenommen wurde, sei das „eine große Chance“ gewesen, sagt Holz. Die Idee für ein neues, großes Begegnungszentrum habe es da bereits gegeben. Die Finanzierung aber wäre ohne Fördermittel schwierig geworden.

Tatsächlich werden wohl nach jetzigem Stand rund acht Millionen Euro für die Umsetzung der Pläne benötigt. Geplant ist eine Finanzierung aus Mitteln des „Stadtumbaus“, der Kitaförderung und der evangelischen Kirche. Außerdem wolle man einen Antrag auf Förderung bei der „Aktion Mensch“ stellen, die bereits einen Inklusionsbetrieb der Kirche fördert, der Kitas und Schulen im näheren Umfeld mit Mittagessen versorgt.

Das Begegnungszentrum mit rund 1600 Quadratmetern Fläche - der Siegerentwurf dafür stammt vom Büro sander.hofrichter planungsgesellschaft mbH in Kooperation mit Freianlage.de Landschaftsarchitektur -

soll künftig verschiedene Bereiche integrieren: Mit Blick auf die Familien im Quartier ist eine Kita mit 90 Plätzen geplant. Wie in vielen Teilen Berlins sind auch dort die Kita-Plätze knapp, der Bedarf wird voraussichtlich weiter wachsen. Außerdem ist ein Stadtteilcafé vorgesehen, wie auch ein großer Veranstaltungssaal, der Platz für 150 Besucher bieten soll und wo man künftig ein kulturelles Programm bieten will. Für den kirchlichen Betrieb sehen die Pläne einen Andachtsraum vor.

Innenhof und Vorplatz sollen Raum für Veranstaltungen bieten

Der neue Innenhof wie Vorplatz sollen vielfältig nutzbar sein, etwa, damit das Café bei gutem Wetter Plätze im Freien anbieten kann, aber auch für Veranstaltungen wie einen Weihnachtsmarkt oder Basar. Der erst vor wenigen Monaten gegründete Inklusionsbetrieb, der sich momentan an einem anderen Standort befindet, soll ebenfalls integriert und sogar noch ausgebaut werden.

Die Nachfrage nach Mittagessen sei groß, sagt Heike Holz. In dem Begegnungszentrum könnten künftig bis zu 700 Portionen für Kitas und Schulen in der Umgebung gekocht werden, derzeit seien es deutlich weniger. Zudem will man mit dem Betrieb auch erreichen, dass Themen wie gesunde Ernährung mehr Aufmerksamkeit im Quartier bekommen.

Betrieben werden soll das Begegnungszentrum künftig gemeinsam von Kirche und dem Gemeinwesenverein Heerstraße Nord. Bis dahin wird es aber noch einige Jahre dauern: Nachdem nun der Siegerentwurf feststeht, soll es in den kommenden Monaten in die konkretere Planung für den Neubau gehen. Ein Abriss des bestehenden Gebäudeensembles ist für das kommende Jahr geplant.

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