Verzögerung

Neue Brücke in den Tiefwerder Wiesen wird erst 2024 fertig

Seit 2016 ist der Steg in den Tiefwerder Wiesen schon gesperrt. Der Ersatz sollte 2019 gebaut werden. Doch es wird viel länger dauern.

Bis zum Herbst weiden Wasserbüffel in den Tiefwerder Wiesen in Spandau. Wann die neue Brücke kommt, ist unklar.

Bis zum Herbst weiden Wasserbüffel in den Tiefwerder Wiesen in Spandau. Wann die neue Brücke kommt, ist unklar.

Foto: Franz Michael Rohm

Die neue Brücke in den Tiefwerder Wiesen in Spandau lässt länger auf sich warten als vorgesehen. Sie wird den alten, maroden Nord-Süd-Steg ersetzen, der Teil des Rundweges im Landschaftsschutzgebiet war. Der Steg ist im Januar abgerissen worden. Als Baubeginn werde das vierte Quartal 2019 angestrebt, teilte das Bezirksamt Spandau Anfang des Jahres mit. Nun ist von einer Bauzeit von 2022 bis 2024 die Rede. Anfang 2021 sollen laut Baustadtrat Frank Bewig (CDU) die Unterlagen für die Bauplanung erarbeitet werden.

Die neue Brücke wird eine Metallkonstruktion sein. Die Kosten werden auf 933.000 Euro geschätzt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung 2024 könnten sie jedoch, wegen der steigenden Baupreise, bei 1,073 Millionen Euro liegen.

Der Baubeginn für die Brücke durch die Tiefwerder Wiesen ist unklar

Es sei noch nicht absehbar, zu welcher Jahreszeit im Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen überhaupt gebaut werden könne, sagte Stadtrat Bewig auf Anfrage aus der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Vom Frühjahr bis zum Herbst weiden Wasserbüffel in den Tiefwerder Wiesen. Sie sind auch ein Laichgebiet für Hechte.

Künftig wird das Brückenbauamt der Senatsumweltverwaltung für den Steg zuständig sein. Man versuche, eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Amt zu erarbeiten, so Stadtrat Bewig. Die Landesbehörde wird die technischen Vorgaben machen und die Baugenehmigung erteilen. Das Straßen- und Grünflächenamt Spandau soll das Vorhaben umsetzen. Der 180 Meter lange Holzsteg war 1996/97 als Abschnitt des Rundwegs in den Tiefwerder Wiesen angelegt worden. Er führte durch die Nasswiesen und über den Hauptgraben und war außerdem Teilabschnitt des Havelseenwegs. 2016 wurde er wegen Baufälligkeit für die Öffentlichkeit gesperrt.