Wohnungsbau

„Waterkant“: Weiterer Bauabschnitt soll im Oktober starten

Das Neubauprojekt in der Spandauer Wasserstadt wächst. Die ersten knapp 400 Wohnungen sollen schon im Juni 2020 fertig sein.

So sollen Gebäude im Teilprojekt 2a der Gewobag im Quartier "Waterkant" in Spandau aussehen. Insgesamt entstehen in diesem Teil 482 Wohnungen.

So sollen Gebäude im Teilprojekt 2a der Gewobag im Quartier "Waterkant" in Spandau aussehen. Insgesamt entstehen in diesem Teil 482 Wohnungen.

Foto: 4 Berlin / Eike Becker_Architekten

Berlin. Der Bau des ersten Teilprojekts vom Neubauquartier „Waterkant“ schreitet voran, nun will die Gewobag schon bald mit ihrem zweiten Abschnitt starten: Für den Oktober plant das landeseigene Wohnungsbauunternehmen den Baubeginn des Teilprojekts 2a in der Spandauer Wasserstadt. Dieses umfasst 482 Wohnungen und damit noch einmal 120 Wohnungen mehr, als es im ersten Teilprojekt sind.

Die dortigen Wohnhäuser sollen mehrheitlich vier Geschosse und ein Staffelgeschoss haben. Dem Verlauf der Brückenrampe zur Havel folgend entstehen fünf bis siebengeschossige Gebäude. „Diese sind unterlagert von der Quartiersgarage“, teilt eine Sprecherin der Gewobag auf Nachfrage mit. Als Abschluss zur nördlichen Wasserstadtbrücke sei ein 16-geschossiges Hochhaus geplant.

Gewerbe ist, wie schon im ersten Teilprojekt, nur zu einem geringen Teil vorgesehen. Wie ein Vertreter der Gewobag kürzlich im Spandauer Stadtentwicklungsausschuss sagte, sind im Erdgeschoss punktuell Gewerbezonen geplant. Vorstellbar seien - gerade in Nähe zur Havel - Restaurants und Ladenflächen, hieß es. „Es wird kein Arbeitsgebiet, sondern ein Wohngebiet sein“, sagte auch Spandaus Stadtentwicklungsstadtrat Frank Bewig (CDU).

Der betreffende Bebauungsplan 5-74 soll derzeit im Bezirksamt öffentlich ausgelegt und noch bis Mitte September einsehbar sein. „Anschließend erfolgt die Planreifeerklärung und Festsetzung des B-Plans“, teilt die Gewobag-Sprecherin mit. Danach könne auch die Baugenehmigung durch den Bezirk erteilt werden. „Die insgesamt 482 Wohnungen sollen dann baufeldweise im 4. Quartal 2021 bzw. im ersten Quartal 2022 bezugsfertig sein“, so die Sprecherin weiter.

Erste Bewohner der Waterkant sollen im Juni 2020 einziehen

Schon im kommenden Juni ist derweil die Fertigstellung des ersten Bauprojekts mit 362 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten geplant. Dort wurde kürzlich bereits Richtfest gefeiert, nach knapp einem Jahr Bauzeit. Die Wohnungen in dem Bauabschnitt sollen ein bis vier Zimmer haben. 120 der Wohnungen sind preisgebunden, der Rest soll für durchschnittlich unter zehn Euro pro Quadratmeter (kalt) vermietet werden.

Im April 2021 plant dann auch das landeseigene Wohnungsbauunternehmen WBM die Fertigstellung ihres ersten Bauabschnitts. Dort entstehen 364 Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern. Insgesamt sind im Quartier „Waterkant“ rund 2500 Wohnungen vorgesehen, außerdem ein Gymnasium und ein Stadtteilzentrum mit Kita, Gewerbeeinheiten, Parkhaus und Mobilitäts-Hub.

Übergangslösungen für Verkehrsanbindung werden erarbeitet

Größtes Diskussionsthema für das Quartier ist weiterhin die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. „Bei den Übergangslösungen ist inzwischen Bewegung drin“, sagt Stadtrat Bewig. Sowohl die Senatsverkehrsverwaltung als auch die Senatskanzlei seien dabei, Möglichkeiten zu entwickeln. „Bis zum Ende des Jahres wird eine Übergangslösung klar sein“, meint er. Laut Bewig geht das zum Einen über Taktverdichtungen bei den Buslinien. Außerdem sollte es eigene Spuren für Busse geben, damit diese nicht im Stau stehen.

Hinzukommt die Fahrradinfrastruktur. „Meine Vorstellung ist es, kurzfristig am U-Bahnhof Haselhorst Abstellanlagen für Fahrräder in Form eines Fahrradparkhauses zu schaffen“, sagt Bewig. Man sei im Gespräch mit der Senatsverkehrsverwaltung und dem landeseigenen Unternehmen Infravelo und werde Druck machen, dass ein solches Parkhaus möglichst bald entstehe. Auch eine Verbesserung bei der Taktung der U-Bahn-Linie 7 wäre aus seiner Sicht nötig. Langfristig setzt Bewig auf die Verlängerung der Siemensbahn bis nach Hakenfelde. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll diese Option von der Deutschen Bahn geprüft werden.

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