Altstadt

Besonderer Filmspaziergang soll Neugier auf Spandau wecken

Im September gibt es in der Altstadt ein Freiluftkino der besonderen Art: Der Film „Der Hexer“ wird an mehrere Häuser projiziert.

2013 gab es bereits einen Filmspaziergang in Spandau, am 28. September ist nun eine zweite Auflage geplant.

2013 gab es bereits einen Filmspaziergang in Spandau, am 28. September ist nun eine zweite Auflage geplant.

Foto: Ralf Salecker

Spandau. Ein ungewöhnliches Projekt soll Besucher in die Spandauer Altstadt führen: Die bezirkliche Wirtschaftsförderung und die Betreiber des OpenAirKinos Spandau organisieren im kommenden Monat einen Filmspaziergang. Dabei soll sich die historische Altstadt in ein „begehbares Kino“ verwandeln. Der gezeigte Film wird nicht nur auf die Leinwand des Spandauer Freiluftkinos projiziert, sondern auch auf verschiedene Fassaden. Besucher laufen so von Station von Station, sehen nicht nur den Filmklassiker „Der Hexer“ - passenderweise in den 60er Jahren auch in Spandau gedreht -, sondern entdecken gleichzeitig die Fußgängerzone.

Der Filmspaziergang füge sich gut in das neue Spandauer Tourismuskonzept, mit dem Ziel, neugierig auf Spandau und sein Angebot zu machen, sagt Patrick Sellerie, Leiter der Spandauer Wirtschaftsförderung. Es sei ein „spannendes Format für die Frequenzsteigerung in unserem Hauptzentrum“, das besonders neue Besucher aufmerksam auf den westlichsten Berliner Bezirk machen könne.

Der moderierte Filmspaziergang mit sieben Stationen führt die Zuschauer vom Innenhof der Stadtbibliothek über den Markt quer durch die Altstadt bis zum Kolk und wieder zurück auf die Altstadtinsel.

Neuauflage eines Events von 2013

Bereits im Jahr 2013 gab es einen solchen Filmspaziergang, damals eine einmalige, durchaus erfolgreiche Aktion. „Wir hatten so etwas noch nie durchgeführt, das war quasi eine Neuerfindung. Aber die Erfahrungen waren durchweg positiv“, sagt Roman Colm vom OpenAirKino Spandau. Mehrere Hundert Gäste seien damals gekommen, aus dem gesamten Berliner Stadtgebiet und dem westlichen Umland, wie eine Befragung zeigte.

Die Überlegungen der Betreiber des Open-Air-Kinos gingen dabei in dieselbe Richtung, wie die der Wirtschaftsförderung heute. „Wir haben gedacht, dass das ein Alleinstellungsmerkmal für Spandau sein kann“, erklärt Colm. Deshalb habe man sich auch für den Edgar-Wallace-Film entschieden, der durch seine Drehorte einen direkten Bezug zu Spandau hat. Ursprünglich war auch gedacht, den Filmspaziergang nicht bei einem einmaligen Ereignis zu belassen. „Wir hatten es so entwickelt, dass man es jederzeit wiederholen und als Veranstaltung etablieren kann“, sagt Colm.

Filmspaziergang soll zu wiederkehrendem Event werden

Für eine Neuauflage habe sich aber zunächst kein Partner gefunden. Im vergangenen Jahr hätten sich dann Open-Air-Kino und Wirtschaftsförderung getroffen - und sogleich eine Zusammenarbeit beschlossen, sagt Sellerie. Finanziert wird die Veranstaltung im September über Fördermittel für besondere touristische Projekte, die es von der Senatswirtschaftsverwaltung gibt.

„Die Wiederauflage des Erfolges von 2013 soll den Anschub geben, dies zu einem wiederkehrenden Event werden zu lassen“, sagt Sellerie. Vorstellbar sei auch, den Filmspaziergang an weiteren Orten im Bezirk zu organisieren. „Hier setze ich auf private Unterstützung bei der zukünftigen Finanzierung“, so der Wirtschaftsförderer.

Der Filmspaziergang findet am 28. September ab 20 Uhr statt und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Startpunkt ist der Innenhof der Stadtbibliothek Spandau, Carl-Schurz-Str. 13, 13597 Berlin.

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