Stamm abgestorben

Spandau lässt 500 Jahre alte Linde an der Zitadelle fällen

In den vergangenen Jahrzehnten wurde versucht, den alten Baum im Hof der Zitadelle zu retten. Am Ende blieben die Versuche erfolglos.

Die Linde in der Zitadelle war 500 Jahre alt. Nun mussten große Teile entfernt werden.

Die Linde in der Zitadelle war 500 Jahre alt. Nun mussten große Teile entfernt werden.

Foto: BA Spandau

Berlin. 500 Jahre lang gehörte die Linde im Hof der Zitadelle Spandau zu der Festung dazu, nun musste sie aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Das teilte das Bezirksamt mit. Die Rettungsversuche seien vergebens gewesen, heißt es. In den vergangenen Jahrzehnten hatte man versucht, die Linde zu erhalten, in dem sie an den Seiten abgestützt und die Krone immer wieder beschnitten wurde.

Ändern konnte das am Ende nichts: Inzwischen war der östliche Stamm des Baumes abgestorben und der Rest des Baumes auch nicht mehr standsicher, so das Bezirksamt. In dieser Woche wurden nun große Teile der Linde entfernt, nur zwei drei Meter hohe Stämme sind erhalten geblieben. Der eine sei zwar tot, der andere aber noch vital, sagte Stephan Koch vom Naturschutzamt Spandau. Es bestehe die Chance, dass dieser noch einmal austreibe.

Zitadelle Spandau hat bereits eine neue Linde

Zudem wurden Stammpartien aus Artenschutzgründen zum Werkhof nach Tiefwerder gebracht. Dort soll entschieden werden, ob man Teile des Stamms als Totholz-Lebensraum an geeignete Stellen im Bezirk bringt, etwa für holzbewohnende Pilze und Insekten.

Auch für den Fall, dass der noch vitale Stammteil nicht mehr austreibt: Ohne Baum bleibt der Platz im Hof der Zitadelle nicht. Eine neue Linde wurde dort schon vor fünf Jahren gepflanzt, sie wächst bereits neben dem alten Baum.

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