Wohnungen

In historischen Speichern in Spandau entstehen Wohnungen

In den denkmalgeschützten Gebäuden entstehen bis 2021 insgesamt 82 Eigentumswohnungen - zu stolzen Preisen. Der Verkauf ist gestartet.

So sollen die alten Speicher an der Havel in Spandau künftig aussehen. 

So sollen die alten Speicher an der Havel in Spandau künftig aussehen. 

Foto: Speicherballett.de

Berlin.. Die Vorbereitungen sind bereits vor einigen Jahren gestartet, nun hat auch der Ausbau begonnen: In Spandau werden bis 2021 die historischen Speichergebäude gegenüber der Insel Eiswerder denkmalgerecht saniert und zu Wohnhäusern umgestaltet.

Insgesamt 82 Wohnungen sollen in zwei der drei unter Denkmalschutz stehenden Speichergebäuden aus den 30er-Jahren entstehen. Investor ist die Buwog, eine Tochtergesellschaft des Wohnungsunternehmens Vonovia, die das Gelände im Dezember 2016 gekauft hat. Unter dem Namen „Speicherballett“ soll rund um die alten Speicher ein vollkommen neues Quartier mit circa 600 Wohnungen, einer Kita sowie Spiel- und Erholungsplätzen entstehen.

Erster Bauabschnitt des „Speicherballetts“ soll 2021 fertig werden

Nun aber läuft zunächst der erste Bauabschnitt, der sich den beiden alten Speichern widmet und bis 2021 abgeschlossen werden soll. Was mit dem dritten Speichergebäude passiert, ist indes noch nicht klar. Dieses ist weitestgehend fensterlos und besitzt keine Zwischendecken.

Zwischenzeitlich sahen die Pläne vor, das Gebäude abzureißen und in ähnlichem Charakter neuzubauen und anschließend dort Gewerbe unterzubringen. Nun sagte Buwog-Sprecher Michael Divé der Berliner Morgenpost, die Pläne seien noch in Arbeit, man überlege sich derzeit ein Nutzungskonzept.

Auch für das weitere, sonst ausschließlich aus Neubauten bestehende Quartier laufen aktuell noch die Planungen. Gebaut werden soll wohl erst, wenn die Speicher fertiggestellt sind. Während das Gesamtquartier mehrheitlich Mietwohnungen beinhalten soll, werden in den Speichern in erster Reihe zur Havel ausschließlich Eigentumswohnungen entstehen.

Quadratmeterpreise beginnen bei knapp 6000 Euro

Deren Verkauf ist nun gestartet. Alle 82 Wohnungen sollen barrierefrei sein, die Größen sollen von 48 bis 112 Quadratmeter reichen und zwei bis fünf Zimmer umfassen. Zudem soll jede von ihnen Balkon, Terrasse oder einen Garten sowie Wasserblick haben. Auf der Online-Plattform Immobilienscout24 sind Wohnungen mit unterschiedlichen Größen bereits abrufbar - mit den jeweiligen Preisen. Für eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 74 Quadratmetern werden demnach 440.000 Euro fällig, für fünf Zimmer mit gut 106 Quadratmetern 717.000 Euro. Pro Quadratmeter zahlt man so knapp 6000 Euro und aufwärts.

Sprecher Divé verweist darauf, dass es sich um eine denkmalgerechte Sanierung der Gebäude handelt, deren Aufwand und Kosten entsprechend hoch seien. In den Speichern hat es bereits eine Schadstoffsanierung gegeben. Zudem war das Gelände wegen seiner langjährigen Nutzung als Gewerbestandort stark kontaminiert, die Fläche wurde gereinigt.

Bei dem künftigen Quartier, kündigt Divé an, verfolge man „innovative und nachhaltige Ansätze“. Das umfasse unter anderem Mobilitätsangebote und ein ressourcenschonendes Energiekonzept. Wann das „Speicherballett“ fertig wird, ist jedoch noch offen.

Wer mehr über das „Speicherballett“ erfahren möchte, kann das im Showroom der Buwog. Dieser befindet sich an der Parkstraße 13 in Spandau und ist sonnabends und sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

Mehr über den Bezirk Spandau lesen Sie hier.