Oberhavel

Quallen in Spandau gesichtet

An der Oberhavel in Spandau sind offenbar Quallen aufgetaucht - so groß wie eine Zwei-Euro-Münze. Die Art soll ungefährlich sein.

Eine Qualle der ARt Craspedacusta sowerbii

Eine Qualle der ARt Craspedacusta sowerbii

Foto: dpa Picture-Alliance / G. Kunz / picture alliance / blickwinkel/G

Berlin. Nach Berichten über Quallen in der Havel in Spandau lässt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) das Wasser verstärkt auch auf die Tiere untersuchen. „Die Mitarbeiter des Landeslabores werden bei den Probeentnahmen auch nach Quallen suchen“, sagte Lageso-Sprecherin Silvia Kostner am Montag. Das Landeslabor testet die Qualität der Badegewässer regelmäßig. Die „B.Z.“ hatte am Wochenende über Quallen in der Bucht „Bürgerablage“ an der Oberhavel in Spandau berichtet.

Auch beim Verband Deutscher Sportfischer (Landesverband Berlin-Brandenburg) gingen Meldungen über die Süßwassertiere ein, die etwa so groß werden wie eine Zwei-Euro-Münze. Angler berichteten demnach von Vorkommen im Niederneuendorfer See und in der Unterhavel aus der Gegend um die Insel Lindwerder, südlich des Grunewaldturms. Im Amt seien aber noch keine Meldungen eingegangen, so Kostner.

Den Berichten zufolge handelt es sich um die für Menschen ungefährliche Art Craspedacusta sowerbii. Die kleinen Quallen wurden auch schon 2006 im Wannsee und in der Havel gesichtet. Sie steigen meist erst gegen Abend an die Wasseroberfläche. Laut Naturschutzbund (Nabu) benötigen sie Wassertemperaturen von mindestens 25 Grad, um sich entwickeln zu können. Demnach hat das Tier seinen Ursprung wahrscheinlich im Jangtse-Fluss in China. An den Badegewässern gibt es insgesamt derzeit keine Einschränkungen.