Verkehr

Spree-Radweg: Darum ist die Umsetzung so schwer

Pläne für die Verlängerung des Rad- und Wanderwegs nach Spandau gibt es seit Jahren. Doch die Umsetzung dauert wohl noch.

Am Grützmachergraben in Spandau soll für den Spree-Rad- und Wanderweg voraussichtlich eine Brücke über die Spree gebaut werden. 

Am Grützmachergraben in Spandau soll für den Spree-Rad- und Wanderweg voraussichtlich eine Brücke über die Spree gebaut werden. 

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

Spandau.. Die ersten Pläne, den Spree-Radweg von Charlottenburg bis zur Altstadt Spandau zu verlängern, sind inzwischen mehr als 30 Jahre alt. Wann es in die Umsetzung geht, ist jedoch immer noch offen. „Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich noch kein konkretes Datum nennen“, teilt die Senatsverkehrsverwaltung auf die Frage zu einem möglichen Baubeginn mit. Immerhin: Die Planung für den Ausbau zwischen der Jungfernheidebrücke in Charlottenburg und der Mündung der Spree in die Havel in Spandau wird noch vorangetrieben – seit 2018 ist das landeseigene Unternehmen InfraVelo dafür zuständig. Für den ersten von drei Teilabschnitten wurde vor einigen Wochen die Planungsleistung ausgeschrieben. „Das Vergabeverfahren läuft derzeit“, heißt es.

Spreeradweg führt von Sachsen bis nach Berlin

Der Spree-Rad- und Wanderweg ist circa 410 Kilometer lang und führt durch Sachsen, Brandenburg und den Spreewald bis nach Berlin. Damit zählt er zu den längsten Radfernwegen im Osten Deutschlands. Der Spree-Radweg sei ein touristischer Anziehungspunkt, sagt Verkehrsstadtrat Frank Bewig (CDU). „Durch den Ausbau dieses Weges kann Spandau vom Fahrradtourismus profitieren.“ Zumal er eine Verknüpfung mit dem Havelradweg bilden würde.

Radweg nicht leicht umzusetzen

Bei der Umsetzung aber gibt es einige Herausforderungen: Teilweise führt der Weg am Ufer über Privatgelände, teilweise gibt es Platzprobleme und Konflikte mit Schwerlastverkehr. Und nicht zuletzt müsste eine neue Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger über die Spree gebaut werden. Bei einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Brückenvarianten untersucht. Die Studie befinde sich zurzeit in der Bearbeitung, teilt die Senatsverwaltung mit.

Stadtrat Bewig sagt: „Für die Spreebrücke ist noch viel Abstimmungsbedarf mit allen Beteiligten für eine gemeinsame Lösung notwendig.“ Einerseits müsse die Planung mit dem Wasserstraßen-Neubauamt abgestimmt werden, andererseits müssten die Auswirkungen auf die Umwelt beachtet werden. Das Warten auf den Spree-Radweg geht also weiter. Laut Bezirk schätzt InfraVelo, dass der Weg nicht vor 2025 fertig sein wird.

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