Radschnellwege

So sollen Spandauer Radfahrer schnell ins Zentrum kommen

Am Abend wurden mögliche Strecken für zwei Radschnellverbindungen vorgestellt. Gebaut werden sie aber wohl nicht vor dem Jahr 2022.

In Spandau wurden Interessierte über möglichen Streckenverläufe von zwei Radschnellverbindungen zwischen Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf informiert. 

In Spandau wurden Interessierte über möglichen Streckenverläufe von zwei Radschnellverbindungen zwischen Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf informiert. 

Foto: Jessica Hanack

Berlin.  Wege schaffen, um mit dem Fahrrad zügig und ohne unnötige Stopps in Berlin unterwegs zu sein und so das Radfahren attraktiver machen - das ist der Gedanke hinter den Radschnellverbindungen, die in der Stadt künftig entstehen sollen. Zwei von ihnen sollen durch Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf führen. Am Donnerstagabend wurden bei einer Informationsveranstaltung mögliche Streckenverläufe der beiden Verbindungen „Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee“ und „Spandauer Damm – Freiheit“ vorgestellt.

Die Trasse „Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee“ soll rund 13 Kilometer lang sein, als Startpunkt ist der Jakob-Kaiser-Platz im Norden von Charlottenburg vorgesehen. Von hier soll der Weg nördlich des Spreeufers in Richtung Spandauer Zitadelle führen und dabei zahlreiche Wohnquartiere und die Siemensstadt mit der Spandauer Altstadt verknüpfen.

Weiter könnte der Radweg über den Falkenseer Damm bis zum Falkenhagener Feld an der Stadtgrenze verlaufen, wo sich der „Radweg der Sympathie“ anschließt, der bis nach Falkensee führt. Diskutiert wurde bei dieser Strecke vor allem über einen möglichen Verlauf durch den Spektepark, den manche unterstützten, andere jedoch im Hinblick auf die Natur und Erholungssuchenden in der Grünanlage ablehnten.

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Wohnquartiere sollen mit dem S-Bahn-Ring verbunden werden

Die zweite Radschnellverbindung „Spandauer Damm – Freiheit“ soll vom S-Bahnhof Westend bis in die Spandauer Altstadt führen. Durch die Route würden zahlreiche Wohnquartiere mit dem S-Bahn-Ring und dem Gewerbegebiet Ruhleben verbunden werden, heißt es.

Außerdem sollen Anschlüsse an den Havel-Radweg und den Spree-Rad- und Wanderweg geschaffen werden. Die Verbindung soll rund sechs Kilometer lang sein. Einig waren sich hier viele, dass an der Charlottenburger Chaussee und dem Spandauer Damm etwas passieren müsse - und zwar möglichst schnell.

Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchungen werden im Herbst erwartet

Für beide Radschnellwege hat im Januar 2019 eine Machbarkeitsuntersuchung begonnen, bei der einzelne Trassenführungen geprüft werden. Voraussichtlich soll diese im Herbst abgeschlossen sein. Anfang kommenden Jahres sollen für die Verbindung „Nonnen­damm­allee – Falken­seer Chaussee“ dann die konkreten Planungen beginnen, einschließlich einer weiteren Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein Baubeginn wird nicht vor dem Jahr 2022 erwartet. Vorher soll es auch bei der Verbindung „Spandauer Damm – Freiheit“ nicht mit den Bauarbeiten losgehen.

In Berlin sollen insgesamt - entsprechend dem Mobilitätsgesetz - in den nächsten Jahren mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen entstehen. Derzeit werden zehn solcher Verbindungen untersucht, zu den weiteren gehören unter anderem der Panke-Trail, die Y-Trasse von Schönefeld nach Neukölln und Kreuzberg und die Teltowkanalroute von Steglitz-Zehlendorf an die Spree.

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