Bildung

23 Millionen Euro für Erweiterung von Spandauer Gymnasium

Die Schulanlage des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums soll umgebaut und erweitert werden. Außerdem ist eine neue Sporthalle geplant.

Seit 2017 gibt es am Freiherr-Vom-Stein-Gymnasium bereits einen Modularen Ergänzungsbau.

Seit 2017 gibt es am Freiherr-Vom-Stein-Gymnasium bereits einen Modularen Ergänzungsbau.

Foto: SGEV / BM

Berlin.  23,25 Millionen Euro - so viel soll laut einem Beschluss des Spandauer Bezirksamts in den Umbau und die Erweiterung des Freiherr-Vom-Stein-Gymnasiums sowie den Neubau einer Doppelsporthalle investiert werden.

Ein erster Teil davon wurde bereits für den Modularen Schulergänzungsbau ausgegeben, durch den dem Gymnasium seit 2017 an der Galenstraße 24 zusätzliche Klassenräume zur Verfügung stehen. Das schreibt Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) in seiner Antwort auf eine Anfrage des Bezirksverordneten Oliver Gellert (Grüne).

Das weitere Bauvorhaben sieht demnach vor, auf dem angrenzenden Gelände, auf dem sich früher die Reiterstaffel der Bundespolizei befand, eine neue Doppelsporthalle zu bauen. Diese soll so groß werden, dass dort auch der Sportunterricht der nahen Wolfgang-Borchert-Schule stattfinden kann. Außerdem soll der Altbau des Gymnasiums saniert und barrierefrei umgebaut sowie Pausenhof neu gestaltet werden.

Spandauer Gymnasium hat zurzeit keine Mensa

In der derzeitigen Turnhalle der Schule soll zudem eine Mensa entstehen - bislang gibt es für die rund 800 Schüler keine Kantine, weshalb Schülervertreter Anfang des vergangenen Jahres bereits einen Brandbrief an Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Kleebank geschrieben hatten. „Herr Kleebank, wir haben Hunger!“, hieß es darin.

In dem Brief forderten die Schüler schon damals, dass kurzfristig ein Imbissmodul aufgestellt werden soll. Bis heute gibt es dieses noch nicht, die Planungen laufen allerdings. In den Osterferien sei ein Bauantrag für einen Imbiss-Container gestellt worden, heißt es in der Antwort des Bezirksbürgermeisters. „Mit dem Vorliegen der Baugenehmigung wird bis Mitte Juni gerechnet.“

Anschließend kann Lieferung und Montage des Containers beauftragt werden. Bis er dann tatsächlich genutzt werden kann, wird es aber wohl noch bis Ende des Jahres dauern. Ursprünglich sollte der Container bereits im Oktober stehen, es habe aber noch Fragen zur genauen Positionierung des Imbiss-Moduls gegeben, sodass es zu der Verzögerung gekommen sei, heißt es in der Antwort.

Bauarbeiten für die neue Sporthalle sollen 2022 beginnen

Der Zeitplan bei den weiteren Baumaßnahmen sieht vor, das notwendige Bedarfsprogramm bis zum Spätsommer abzuschließen. Bedarfsprogramme sollen einen Überblick über die Grundlagen des Vorhabens, die Notwendigkeit und die voraussichtlichen Kosten geben. Im kommenden Jahr soll dann ein Wettbewerb für den Bau der Sporthalle stattfinden.

Mit den Arbeiten dort könnte, wenn alles nach Plan verläuft, im Jahr 2022 begonnen werden. Wenn die neue Halle fertig ist, sollen Umbau und Sanierung des alten Schulgebäudes, die Arbeiten für die neue Mensa und die Umgestaltung der Pausenflächen folgen. Ein genauer Zeitplan hierfür wird noch nicht genannt.

Schon bis 2021 soll derweil auch die Wolfgang-Borchert-Schule erheblich erweitert werden. Die dortige Sporthalle soll abgerissen werden und dafür am Standort Blumenstraße ein mehrgeschossiger Neubau mit Fachräumen, Räume für die Verwaltung und Lehrkräfte sowie eine Aula und eine Mensa entstehen. Geplant ist, dass die Schule künftig sechs statt wie bisher fünf Züge hat, außerdem soll es eine neue, zweizügige gymnasiale Oberstufe geben.

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